„Bin zufrieden, aber...“  So lautet das Halbzeit-Fazit des OHV Aurich

| | 01.12.2022 18:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Aurichs Trainer Pedro Alvarez sieht eine Entwicklung in der Spielweise seiner Mannschaft. Foto: Doden, Emden
Aurichs Trainer Pedro Alvarez sieht eine Entwicklung in der Spielweise seiner Mannschaft. Foto: Doden, Emden
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Die Auricher Handballer befinden sich nach der Hälfte der Drittliga-Saison im Soll. Trainer Alvarez sieht „Potenzial“, aber auch „Gefahren“ für den weiteren Saisonverlauf.

Aurich - Mit dem Tabellenkeller möglichst nicht in Berührung kommen: Das war das oberste Saisonziel des OHV Aurich vor dieser Handball-Drittliga-Spielzeit. Nach der Hälfte der Spiele kann hierhinter fast schon ein Haken gemacht werden. Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz, sogar elf auf die letzten beiden Ränge, die den direkten Gang in die Oberliga bedeuten. Am Sonntag steht um 17 Uhr das erste Rückspiel in der Auricher Sparkassen-Arena an, zu Gast ist der Tabellenletzte DHK Flensborg.

„Ich bin zufrieden mit der bisherigen Saison“, zieht Neu-Coach Pedro Alvarez ein durchaus positives Zwischenfazit. „Wir sind in einer starken Staffel und spielen mittlerweile besser als noch am Anfang. Das Team hat das Spielkonzept angenommen. Aber wir haben einen kleinen Kader, jeder Verletzte ist eine Gefahr. Leider haben wir derzeit viele davon.“

Personelle Probleme vor Flensburg-Spiel

Sofern der Klassenerhalt frühzeitig gesichert ist – so wie es derzeit aussieht –, wagen die OHV-Verantwortlichen einen Blick in die obere Tabellenhälfte. Aurich rangiert mit 13:11 Punkten auf Rang zehn, doch im Mittelfeld ist die Liga eng beisammen. Nur zwei Zähler beträgt der Abstand auf Rang vier. Die Top vier zu erreichen, wäre die Wunschvorstellung der Auricher. „Dann würden wir uns für eine Quali-Runde für den DHB-Pokal qualifizieren“, sagt Trainer Pedro Alvarez. In den vergangenen beiden Spielzeiten schaffte es Aurich in den DHB-Pokal, scheiterte jedoch jeweils im ersten Spiel an einem Zweitligisten.

Pedro Alvarez sieht in seiner Mannschaft „eine Menge Potenzial“. Es sei möglich, „noch ein paar Plätze nach oben zu klettern – doch dafür müssen alle Spieler fit werden und bleiben“. Auch am Sonntag ist Aurich personell wieder dünn besetzt. Petar Puljic und Wilke de Buhr fallen weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Rade Radjnovic, der über Schmerzen im Rippenbereich klagt, steht ein großes Fragezeichen. Dafür kehrt der wiedergenesene Josip Crnic zurück.

DHK hat einen Top-Torjäger

Gegner DHK Flensborg hat eine „junge, talentierte Truppe“, weiß Alvarez. „Auch wenn die ganz unten in der Liga stehen, müssen wir Respekt vor ihnen haben, und aber auch etwas zutrauen“, sagt der Portugiese. Das Hinspiel – es war das erste Drittliga-Spiel unter seiner Regie – konnte seine Mannschaft mit 32:27 gewinnen, vor allem dank OHV-Keeper Edgars Kuksa. Auch die folgenden sieben Partien verlor Flensburg, das dann aber einen – zumindest den Ergebnissen nach – gefestigteren Eindruck machte. „Flensburg hat gegen Wilhelmshaven nur mit einem Tor verloren“, mahnt Alvarez, der den eigenen Auswärtserfolg in Wilhelmshaven als den „Höhepunkt der bisherigen Saison“ bezeichnet.

Auch OHV-Teammanager Ewald Meyer warnt: „Die sind nicht so schlecht, wie die Tabelle es aussagt.“ Als einen Schlüssel zum Erfolg sieht Meyer, mit Marcel Möller den Top-Torjäger der Gäste aus dem Spiel zu nehmen. Der Rückraumspieler hat bereits 69 Treffer (17 per Siebenmeter) erzielt – das sind mehr als sechs pro Partie im Schnitt. Aurichs bester Schütze Kevin Wendlandt kommt auf 51 Saisontore, ohne Siebenmeter zu werfen.

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