Ab Januar 2023  Bei Emder Stadtwerken werden die Gaspreise mehr als verdoppelt

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 01.12.2022 10:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wer die Heizung etwas runterreguliert, kann schon viel Gas sparen. Foto: Pixabay
Wer die Heizung etwas runterreguliert, kann schon viel Gas sparen. Foto: Pixabay
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Die Emder Stadtwerke erhöhen ihre Gaspreise zum 1. Januar. Wir erklären es: So viel mehr müssen Kunden zahlen - und so können sie Gas sparen.

Emden - Ab dem 1. Januar wird das Gas für Emder Stadtwerke-Kunden deutlich teurer. Wie angekündigt, hat der städtische Versorger im November die dann gültigen Preise mitgeteilt. Demnach steigt der Arbeitspreis für Kunden, die weniger als 15.000 Kilowatt im Jahr verbrauchen, von 6,84 Cent pro Kilowatt-Stunde auf 17,40 Cent. Abnehmer, die mehr als 15.000 Kilowatt im Jahr verbrauchen, zahlen statt 6,28 Cent dann 16,84 Cent pro Kilowatt-Stunde.

Pro Jahr können die Kosten für eine 30 Quadratmeter große Wohnung, in der eine Person lebt, bei einem Durchschnitts-Gasverbrauch von 4000 Kilowatt-Stunden auf fast 790 Euro ansteigen, heißt es in einer Kalkulation der Stadtwerke. Vorher lag der Jahrespreis bei rund 343 Euro. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern wird bei einem Zwei-Personen-Haushalt von einem Jahres-Betrag von mehr als 2500 Euro ausgegangen bei einem Verbrauch von 14.000 Kilowatt-Stunden. Bei einem Vier-Personen-Haushalt auf 150 Quadratmetern kann mit einer Gas-Rechnung über mehr als 3500 Euro gerechnet werden, bei 20.000 Kilowatt-Stunden Verbrauch.

Im Bundesvergleich noch günstig

Die Stadtwerke empfehlen, die Abschlagszahlungen pro Monat zu erhöhen, um am Ende nicht mit einer sehr hohen Nachzahlung konfrontiert zu werden. Wer jetzt 45 Euro monatlich zahlt, dem wird nahegelegt, ab Januar 75 Euro zu zahlen. Bei jetzt 190 Euro Abschlag sollte auf 340 Euro erhöht werden. Wer sich anschauen möchte, wie hoch die eigenen Kosten werden könnten, kann den Gas-Sparrechner auf der Website der Stadtwerke nutzen.

Bundesweit stehen die Stadtwerke mit den neuen Preisen noch halbwegs gut da: So wird der durchschnittliche Arbeitspreis Gas bundesweit zum Jahreswechsel von mehr als 20 Cent auf dann voraussichtlich 25 bis 30 Cent steigen. Bei den Stadtwerken in Norden ist es aber noch günstiger als in Emden: Während der Grundpreis für Gas ab Januar je nach Vertrag zwischen 3,48 und 11,77 Euro Brutto im Monat liegen wird, bewegen sich die Arbeitspreise dann zwischen 14,30 und 15,98 Cent pro Kilowattstunde. Kunden des Oldenburger Energie-Versorgers EWE können bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowatt-Stunden indes mit Mehrkosten von bis zu 2000 Euro im Jahr rechnen.

Ein Grad weniger reduziert Kosten um sechs Prozent

Mit nur ein paar wenigen Änderungen kann man leicht den Gas-Verbrauch senken. Die Stadtwerke rechnen vor, dass bei einer Temperaturabsenkung von nur einem Grad gut sechs Prozent der Kosten reduziert werden. Die Verbraucherzentrale gibt ebenfalls zahlreiche Tipps: Beispielsweise sollten Heizkörper nicht verdeckt oder vollgestellt sein. Wenn ein gluckerndes Geräusch aus den Heizkörpern zu hören ist, sollten sie entlüftet werden. Dann laufen sie wieder effizienter.

Das Thermostat sollte außerdem richtig eingestellt werden: Stufe 1 entspricht etwa einer Temperatur von 12 Grad. Der Abstand zwischen einer Stufe beträgt dabei etwa 4 Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad. Stufe 5 entspricht also bereits etwa 28 Grad. Im Wohnzimmer reicht aber meist 20 Grad, im Schlafzimmer dürfen es auch nur 18 Grad sein. Auch wichtig: Man sollte mehrmals täglich stoßlüften, nicht ein Fenster über längere Zeit auf Kipp stellen.

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