Großefehn besiegt Esens 2:1  So lief das Spitzenspiel der Bezirksliga in Großefehn

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 27.11.2022 14:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In den Fehntjer Jubelkreis nach dem Sieg durften auch einige Jugendspieler. Foto: Steenhoff
In den Fehntjer Jubelkreis nach dem Sieg durften auch einige Jugendspieler. Foto: Steenhoff
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250 Zuschauer sahen lange kaum Torchancen, dann aber eine sehr unterhaltsame Schlussphase. In der stürmte am Ende auch der Torwart mit.

Großefehn - Geduld war am Samstagnachmittag im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Großefehn und dem Tabellenführer TuS Esens gefragt. Fast 70 Minuten lang sahen die gut 250 Zuschauer und der eigens vom Gastgeber für die zahlreich anwesenden Kinder eingeladene Nikolaus eine vor allem von der Taktik geprägte Begegnung, ehe in der Schlussphase doch noch drei Tore fielen. Durch den 2:1-Sieg ist der Tabellenzweite Großefehn bis auf acht Punkte an den TuS Esens herangerückt. Für die Esenser war es die erste Saisonniederlage im 19. Bezirksliga-Spiel.

Ralf Aden (rechts) und der SVG machten es Esens (Niklas Sukowski) schwer. Foto: Steenhoff
Ralf Aden (rechts) und der SVG machten es Esens (Niklas Sukowski) schwer. Foto: Steenhoff

„Im heutigen Spitzenspiel waren wir auf Augenhöhe,“ stellte SVG-Trainer Bi Le Tran nach Spielende erfreut fest. „Nach der Pause wollten wir geduldig bleiben und unsere Chancen eiskalt nutzen.“ Gesagt, getan.

Beide Teams erst vorsichtig

In der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften zunächst überaus vorsichtig und wollten dem Gegner nicht ins offene Messer laufen. So orientierten sich die Spieler nach einem abgefangenen Angriff immer wieder schnell in die eigene Hälfte, sodass sich für den Gegner nur wenige Räume für die Angriffsaktionen ergaben. Und da sowohl der Gastgeber als auch die Gäste ihre Angriffe immer nur sehr behutsam aufbauten, gab es kaum gefährliche Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Einzig bei einem abgefälschten Flachschuss in der 35. Minute von Torben Freudenberg aus gut 16 Metern, der das Großefehner Tor um knapp einen halben Meter verfehlte, lag der Führungstreffer in der Luft.

Nach der Pause waren beide Mannschaften zwar etwas aktiver in ihren Offensivaktionen, richtig gute Torchancen ergaben sich dennoch zunächst kaum einmal. Das lag auch daran, dass sowohl Großefehn als auch Esens sich nur wenige Fehler im Spielaufbau leisteten und wenn, dann war im entscheidenden Moment immer noch ein gegnerischer Verteidiger „mit langem Bein“ dazwischen und verhinderte eine aussichtsreiche Situation. In der 72. Minute war es dann doch soweit. Eine Flanke von Ralf Aden über die Esenser Abwehrreihe verwertete Tom Böhling per Kopfball zum 1:0.

Esens warf nochmal alles nach vorne

Der Tabellenführer reagierte, doch da die Großefehner Abwehrreihe weiter sehr sicher agierte, gab es noch kein Durchkommen. Auf der anderen Seite wurden die Aktionen der Gastgeber, die nach dem Führungstreffer dann von den zumeist einheimischen Zuschauern angefeuert wurden, jetzt auch zielstrebiger. Gut zehn Minuten nach dem 1:0 nutzte Janek Freudenberg eine Vorlage von Bjarne Müller und traf aus etwa zwölf Metern zum 2:0.

Esens machte erst in der Schlussphase viel Druck. Frank Til (Mitte) traf zum 2:1. In dieser Szene scheiterte er mit einem Kopfball nach einer Ecke am Torwart. Foto: Steenhoff
Esens machte erst in der Schlussphase viel Druck. Frank Til (Mitte) traf zum 2:1. In dieser Szene scheiterte er mit einem Kopfball nach einer Ecke am Torwart. Foto: Steenhoff

Esens gab sich noch nicht geschlagen,. Doch trotz aller Bemühungen, selbst Esens Torhüter Havemann tauchte bei Eckbällen vor dem gegnerischen Tor auf, reichte es letztlich nur noch zum 2:1-Anschlusstreffer von Frank Til in der 88. Minute.

Die Gastgeber verteidigten den Vorsprung bis zum Schlusspfiff nach 96 Minuten.

Das sagen die Trainer

„Letztlich ist der Sieg von Großefehn verdient,“ stellte Esens Trainer Ralf Backhaus fest. „Wir waren nach der Pause einfach zu passiv und haben spielerisch im letzten Drittel zu viele Fehler gemacht.“

Dem stimmte dann auch Trainer Bi Le Tran vom SV Großefehn zu: „Nach meiner Meinung waren wir in der zweiten Halbzeit klar besser und haben den ersten Fehler des Gegners bestraft.“

Großefehn: Kuschel; H. Janssen, Sievers, Aden, Hillers (90.+2 Gerdes), Adam, Fleßner, Dirks (76. Martens), Freudenberg (89. Meyerhoff), Böhling (81. Müller), Specht.

Esens: Havemann; R. Til, Ahrends, F. Til, N. Pinkernell, Rosenboom, Bents (86. Martens), Keiser, M. Pinkernell (81. Meiners), Sukowski), Freudenberg (81. Backhaus).

Tore: 1:0 T. Böhling (72.), 2:0 J. Freudenberg (83.), 2:1 F. Til (88.).

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