Energiepreise  Nie wieder so günstige Preise wie früher

Nina Kallmeier
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Ein Kommentar von Nina Kallmeier
| 25.11.2022 17:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Viele Versorger haben zum Jahreswechsel höhere Strompreise angekündigt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Viele Versorger haben zum Jahreswechsel höhere Strompreise angekündigt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Zum Jahreswechsel ziehen viele Grundversorger ihre Preise für Strom teils drastisch an. Jetzt ist es Zeit für eine Reform des Strommarktes.

Kurz vor dem Jahreswechsel flattern sie wieder ins Haus, die Schreiben der Energieversorger. Sie informieren über Preiserhöhung zum 1. Januar – und die fallen teils drastisch aus. Auch die Strompreisbremse ändert daran nur wenig. Den Strompreis für Verbraucher zumindest für einen Teil des Bedarfs zu deckeln, kann nur der Anfang sein. Was es langfristig braucht, ist eine Reform des Strommarktes.

Denn es sind die Gewinne derjenigen Unternehmen, die aufgrund des sogenannten Merit-Order-Systems zurzeit sehr gut an der Stromerzeugung verdienen, mit denen die Ampel-Regierung das Rabattpaket für Verbraucher und Firmen finanzieren will. Eine Reform des EU-Strommarkts in Richtung von Differenzverträgen, sogenannter Carbon Contracts for Differences, wäre ein gangbarer Weg, der Verbraucher entlastet und Erzeugern Planungssicherheit bietet. Diese Verträge sichern bei niedrigen Strompreisen die Erlöse ab, die Erzeuger bei hohen Preisen weiterreichen müssen.

Es ist also letztlich eine automatisierte Art, Übergewinne zu vermeiden, die die Ampel-Regierung kurzfristig mit einem komplexen Verfahren abschöpfen will. Das Vorhaben der Politik wird kompliziert und muss handwerklich gut gemacht werden, damit der Plan nicht endet wie die gescheiterte Gasumlage - und somit am Ende der Steuerzahler das Entlastungspaket selbst zahlt.

Die Autorin erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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