Für die Ehre  Soziale Medien im Blackout

Manuel Goldenstein
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Eine Kolumne von Manuel Goldenstein
| 26.11.2022 09:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Goldenstein
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Unser Kolumnist fragt sich heute, was er wohl im Fall eines totalen Stromausfalls machen würde. Er hat da so eine ganz bestimmte Idee.

Wie wird es wohl sein, wenn tatsächlich ein Blackout eintritt? Kein Strom, nach einer Weile kein Handy, Zusammenbruch der Telefonversorgung, keine virtuellen Begegnungen und Kaffee kann ich mir auch nicht kochen. Alles Probleme, die wir gar nicht kennen. Beruhigt sein können jedoch, die das Leben vor den 1990er Jahren kennen. Wir hatten kein Handy und virtuelle Spiele und Begegnungen gab es auch nicht.

Ich selbst kenne auch noch zwischenzeitliche Stromausfälle bei Gewittern, bei denen wir dann bei Kerzenschein zu Hause am Tisch saßen, die Tasche mit den wichtigen Papieren griffbereit. Nicht ganz ungewöhnlich gewesen. So hat man zumindest ein bisschen die Vorstellung, wie es sein kann. Die jüngere Generation wird vielleicht etwas beunruhigter sein. Wie nur die Zeit verbringen, ohne Strom?

Ich weiß, dass ich mit meinen Kameradinnen und Kameraden das Feuerwehrhaus besetzen werde, für eventuelle Notfälle. Mal sehen, was kommt. Die Zeit wird mir dann nicht lang werden und ich werde zudem auch noch eine sinnvolle Aufgabe für die Bevölkerung übernehmen, zusammen mit vielen anderen ehrenamtlichen Einsatzkräften. Wir sind einfach da und wollen es auch gerne sein. Da sein für die Menschen, die dringend Hilfe benötigen.

Davon abgesehen, bin ich optimistisch und glaube nicht wirklich an einen großen Blackout. Ich weiß aber, dass ich ohne Handy und Strom zurechtkomme. Wenn wir uns regelmäßig zum Übungsdienst der Feuerwehr treffen, halten wir uns oft im Freien auf, ohne Licht. Und das stetige Starren in unsere Handys ersetzen wir durch gute und spaßige Gespräche.

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Das ist gar nicht schwer und fühlt sich einfach großartig an. Auch in den Vereinen, Kirchen und anderen Hilfsorganisationen finden wir Begegnungen, die uns Instagram, Facebook & Co. vergessen lassen. Das Phänomen, sich nur noch über kurz geschriebene Texte, überdrehte Videos oder gefilterte Bilder zu verständigen, erfüllt doch nicht. Komm ins Ehrenamt!

Kontakt: kolumne@zgo.de