Hamburg  „Generalamnestie“ für gesperrte Twitter-Accounts? Nutzer haben entschieden

Lucie Wittenberg, Jakob Patzke
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Von Lucie Wittenberg, Jakob Patzke
| 24.11.2022 16:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Foto: Samuel Corum
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Erst Trump, dann Kanye West und am Ende alle gesperrten Twitter-Nutzer? Elon Musk hat die Nutzer des sozialen Netzwerkes darüber abstimmen lassen, ob gesperrte Accounts generell wieder freigegeben werden sollen. Die Antwort fiel eindeutig aus.

Wieder sorgt Twitter-Chef Elon Musk mit einer Umfrage auf dem sozialen Netzwerk für Unruhe. Erst in den vergangenen Tagen hatte er die einst gesperrten Nutzer Donald Trump und Kanye West wieder zugelassen. Jetzt fragt er die Community in einem Post: „Sollte Twitter eine Generalamnestie für gesperrte Accounts anbieten?“ Eine Ausnahme machte er dabei: Gesperrt blieben die Accounts, die gegen das Gesetz verstoßen oder „ungeheuerlichen Spam betrieben haben“.

Die Umfrage hatte am Donnerstagnachmittag über drei Millionen Stimmen. Die Umfrage läuft noch bis Donnerstagabend. Rund 73 Prozent der Befragten sind bisher für die „Generalamnestie“, 27 Prozent stimmten dagegen (Stand: 15.30 Uhr). Nach dem Kauf von Twitter hatte Musk ursprünglich angekündigt, dass erst nach Einsetzen eines „Rates zur Moderation von Inhalten“ über eine Freischaltung gesperrter Accounts entschieden werden solle.

Am Donnerstagabend stand die Entscheidung dann fest: Musk wird eine Generalamnestie für gesperrte Accounts erteilen. Dazu schrieb er: „Die Leute haben entschieden. Die Amnestie beginnt nächste Woche“, bevor er mit den lateinischen Worten „Vox Populi, Vox Dei“ endete, was in „die öffentliche Meinung hat großes Gewicht“ übersetzt werden kann.

Bei der Umfrage zur Rückkehr des Ex-US-Präsidenten Donald Trump hatten mehr als 15 Millionen Nutzer abgestimmt. 51,8 Prozent entschieden sich am Ende dafür. Trump selbst hat bisher noch keine Rückmeldung auf seine Freischaltung gegeben. Getwittert hat er bisher nicht. Sein Account war nach dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 von der vorherigen Leitung des Dienstes gesperrt worden.

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