Hamburg  Wo gekifft werden darf, wird auch mehr Alkohol getrunken

Julia Falkenbach
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Von Julia Falkenbach
| 23.11.2022 08:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Joint in der einen Hand, Bier in der anderen: Das Rezept für einen entspannten Abend? Foto: Unsplash/Shot by Cerqueira
Joint in der einen Hand, Bier in der anderen: Das Rezept für einen entspannten Abend? Foto: Unsplash/Shot by Cerqueira
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Von der Cannabis-Legalisierung werden neben der Fast-Food-Industrie auch Brauereien und Winzer profitieren. Eine US-Studie zeigt, bei welcher Altersgruppe Alkohol und Cannabis offenbar zusammengehören.

In diesem Artikel erfährst Du:

Ratespiel: Von welcher politischen Maßnahme profitieren Brauereien und Schokoladen-Hersteller gleichermaßen? Wer auf die Legalisierung von Cannabis gesetzt hat, liegt goldrichtig. Nach einem Joint scheint nämlich nicht nur die Lust auf einen Snack zu steigen, sondern auch auf ein Bier, wie US-Forscher herausgefunden haben.

Dafür haben sie vier Millionen Amerikaner zu ihrem Konsumverhalten befragt und anschließend verglichen, ob Menschen in Bundesstaaten, in denen Cannabis legal konsumiert werden darf, seltener oder häufiger Alkohol trinken als Menschen im Rest der USA.

Das Ergebnis: Wo Cannabis erlaubt ist, wird rund ein Prozent mehr Alkohol getrunken.

In welcher Altersgruppe der Anstieg am deutlichsten gemessen wurde, zeigt diese Grafik:

Bei Männern war der Anstieg mit einem Plus von 1,4 Prozent stärker ausgeprägt als bei Frauen (0,8 %).

Doch was passiert, wenn man gleichzeitig trinkt und kifft? Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Alkohol keinen Einfluss auf das High-Gefühl von Cannabis. Dafür kann Cannabis den Alkoholrausch verstärken. Zudem kann man aufgrund des Mischkonsums körperliche Warnsignale nicht mehr so gut wahrnehmen und konsumiert mehr, als hätte man nur einen der Stoffe zu sich genommen. Die Konsequenz davon spüren wir dann am nächsten Morgen in Form eines besonders schlimmen Katers.

Nicht nur der Alkoholkonsum stieg nach der Legalisierung von Cannabis: Wo Cannabis legal ist, wird auch mehr gesnackt. Eine 2019 veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen zeigt steigende Umsatzzahlen bei Snack-Herstellern in den USA – insbesondere in jenen Staaten, in denen Cannabis legal konsumiert werden darf.

Ob Süßigkeiten oder salzige Snacks bei Cannabis-Konsumenten beliebter sind, zeigt diese Grafik:

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