UN-Klimakonferenz Und dafür der ganze Aufwand?
Der Abschluss der Weltklimakonferenz enttäuscht. Während die Bundesaußenministerin noch versucht, das Scheitern rhetorisch zu retten, zeigt die Erklärung von Ägypten etwas ganz Anderes.
Der Klimawandel hat viele Facetten. Eines trifft auf alle zu: Keiner der damit zusammenhängenden Herausforderungen wird die vermeintliche Weltgemeinschaft gerade gerecht, wie die jüngste Weltklimakonferenz zeigt.
Als Erfolg wird verkauft, dass es nun einen gemeinsamen Fonds geben soll, um Klimaschäden in ärmeren Ländern auszugleichen. Dabei ist der Plan alles andere als überzeugend: Summen werden nicht genannt; es ist unklar, wer was einzahlt und wer was bekommen soll. Im Gespräch waren mal Summen um die 100 Milliarden Euro jährlich. Das ist die Summe, die mal spontan für ein Sondervermögen Bundeswehr in Deutschland aus dem Hut gezaubert wurde. Um Klimafolgen in aller Welt abzufedern, dürfte das nicht ansatzweise reichen. Gleichzeitig machen sich die Industriestaaten lächerlich, wenn sie vorgeben, damit großzügig ärmeren Ländern „unter die Arme zu greifen“, wie es Außenministerin Annalena Baerbock formuliert.
Man könnte nun argumentieren, dass es darauf auch schon nicht mehr ankommt. Denn die Ursachen der Klimaveränderung gehen die Staaten weiterhin nicht ernsthaft an. Viele Länder streichen zwar ihre Regierungsprogramme grün an. Das Ruder will die Staatengemeinschaft aber nicht herumreißen. Das ist das eigentliche Ergebnis der Klimakonferenz.