Osnabrück Abschaffung der Corona-Isolationspflicht nur logisch
Wer sich mit Corona infiziert hat, muss in Bayern und Baden-Württemberg künftig nicht mehr in Isolation. Ein logischer Schritt – unlogisch aber bleibt das Regel-Wirrwarr in den Bundesländern.
Corona? War da was? Gefühlt ist die Pandemie, die inzwischen keine solche mehr ist, eine Ewigkeit her. Wer erinnert sich noch an die Flut von Regeln, die sich so oft täglich verändert haben, bis auch wirklich niemand mehr durchgeblickt hat? An gesperrte Altenheime? An die schrecklichen Bilder aus Bergamo?
Zum Glück hat das Leben Schritt für Schritt zurückgefunden in die Normalität. Eine Normalität, in der die Gesellschaft mit Corona jetzt so lebt wie eh und je mit der Grippe: Die Vorsichtigen lassen sich impfen, die Unvorsichtigen werden krank, wenn sie Pech haben. Im schlimmsten Fall sterben sie sogar an der echten Grippe.
Mit der Normalisierung von Corona ist die Abschaffung der Isolationspflicht für Infizierte nur logisch. Weniger logisch ist allerdings, dass die Bundesländer bei diesem Thema mal wieder nicht im Gleichschritt unterwegs sind. Zumindest das müsste doch eine Lehre aus Corona sein: Wenn im Föderalismus hinter quasi jedem Ortsschild andere Regeln gelten, dann hält sich irgendwann keiner mehr daran. Und noch eines hat Corona gelehrt: Es braucht unbedingt einen Schutz vor überzogenem Alarmismus à la Lauterbach – vielleicht eine Isolationspflicht?