Suche nach Alternativen  Nachbar-Bäder der Oase erreichen viele Anfragen

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 05.11.2022 12:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Ocean Wave, das Störtebeker-Bad und die Oase haben demnächst gleichzeitig geschlossen. Es gibt aber noch Alternativen. Grafik: Kreativgruppe / Malchus
Das Ocean Wave, das Störtebeker-Bad und die Oase haben demnächst gleichzeitig geschlossen. Es gibt aber noch Alternativen. Grafik: Kreativgruppe / Malchus
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Das Bad in der Oase Greetsiel ist nicht das einzige in der Gegend, das bald geschlossen sein wird. Das bekommen die noch offenen Bäder im Umland zu spüren.

Greetsiel - Wenn an diesem Montag Bad und Sauna in der Oase Greetsiel schließen, müssen sich die Nutzer Alternativen suchen. Die Oase ist jedoch nicht die einzige Einrichtung, die jetzt schließt. Auch im Störtebeker-Bad im nahe gelegenen Marienhafe geht es in diesen Tagen mit der Sanierung los und es soll erst im Mai wieder öffnen. Im Erlebnisbad Ocean Wave in Norddeich steht ab diesem Montag bis zum 11. Dezember eine Revision an. Auch wenn das Routine ist, können Bade- und Saunagäste nicht kommen. Zwar gibt es noch weitere Alternativen im Umland, aber dort steigt aufgrund der Schließungen die Nachfrage.

Was und warum

Darum geht es: Aufgrund von Sanierungsarbeiten in mehreren Bädern muss man schauen, wo es noch Alternativen gibt. Ob man Erfolg hat, hängt von verschiedenen Kriterien ab.

Vor allem interessant für: Badegäste, die bisher nach Greetsiel, Marienhafe oder Norddeich gehen

Deshalb berichten wir: Uns war aufgefallen, dass mehrere Bäder anstehende Schließungen verkündet haben und wollten wissen, welche Folgen das hat.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Innerhalb der Gemeinde Krummhörn gibt es außer der Oase noch das frisch überarbeitete Udo-Solick-Bad in Pewsum. Erst vor wenigen Tagen ging dort nach einer zweijährigen Pause der Betrieb wieder los. Zwar gibt es dort auch kleine Zeiträume für die Öffentlichkeit, vorrangig handelt es sich jedoch um ein sogenanntes Lehrschwimmbecken. Nutzen sollen es also vorrangig diejenigen, die noch nicht schwimmen können – und das sind viele, sagt Jochen Risto. Er ist Leiter der Schwimmsparte beim Tus Pewsum, die das Bad betreibt. Der Verein müsse daher erst einmal Schwimmkurse nachholen, die in den vergangenen zwei Jahren nicht angeboten werden konnten, bittet er um Verständnis. Mit der Aufnahme von zusätzlichen Gruppen sehe es da schwierig aus.

Pewsum und Norden

„Täglich bekommen wir 20 Anfragen von außerhalb, die wegen Schwimm- und Aquakursen anfragen“, sagt Risto unserer Zeitung auf Nachfrage. Allerdings müsse man nun schon Schwimmkurse für Kinder aus allen vier Krummhörner Grundschulen sowie für Fünft- und Siebtklässler von der IGS Krummhörn-Hinte anbieten. Auch aus dem Brookmerland – wozu Marienhafe gehört – habe den Tus eine Anfrage für das Schulschwimmen erreicht. Ebenso wie von der Gruppe der Rheumaliga, die bislang in der Oase war. „Für die haben wir leider keine Kapazitäten mehr.“

In Norden, wo sich das Frisia-Bad befindet, sieht es ähnlich aus. „Wir spüren eine große Nachfrage nach freien Plätzen im Frisia-Bad, diese stammt vor allem von Sportgruppen“, schreibt Inga Graber, Sprecherin der zuständigen Wirtschaftsbetriebe Norden. „Wir haben noch einzelne Gruppen unterbringen können, die Kapazitäten im Frisia-Bad sind aber jetzt erschöpft.“ Ein öffentliches Schwimmen gebe es nicht mehr – allerdings sei das schon seit dem Beginn der Corona-Pandemie abgeschafft. Dahingegen bleibe für die bereits im Bad ansässigen Stammgruppen alles so, wie gehabt, schreibt die Sprecherin.

Emder Friesentherme

Dann ist da unter anderem noch die Friesentherme in Emden – wie auch das Ocean Wave ein vergleichsweise großes Bad mit Saunabereich und öffentlichen Zeiten. Dort seien bis jetzt auch noch keine Anfragen von auswärtigen Gruppen oder Schulen eingegangen, schreibt Mark Börgers, Prokurist bei der Stadtwerke Emden GmbH.

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„Sollten uns Anfragen erreichen, muss im ersten Schritt geklärt werden, zu welchen Zeiten die auswärtigen Gruppen Kapazitäten benötigen. Im zweiten Schritt ist für eine Prüfung durch die Friesentherme auch wichtig, wie viel Kapazität/Bahnen/Beckenbereiche benötigt werden“, so Börgers. „Nach diesen Kriterien können wir vor Ort in unserem Belegungsplan eruieren, ob die Möglichkeit besteht, Schwimmzeiten zu vergeben.“ Außerhalb des öffentlichen Schwimmens sei die Friesentherme allerdings bereits gut ausgelastet. „Beispiele sind Schulen und Vereine, die bereits eine Vielzahl an Schwimmzeiten außerhalb der normalen Badezeit haben.“