Pläne bei Meta  Mark Zuckerbergs mutige Wette

Mark Otten
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Ein Kommentar von Mark Otten
| 27.10.2022 16:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg glaubt fest an den Erfolg virtueller Realtität und des Metaverse – und benannte deshalb den kompletten Konzern vor einem Jahr in Meta um. Foto: AP/DPA
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg glaubt fest an den Erfolg virtueller Realtität und des Metaverse – und benannte deshalb den kompletten Konzern vor einem Jahr in Meta um. Foto: AP/DPA
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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg setzt alles auf die Karte Metaverse. Damit das Projekt ein Erfolg wird, müssen viele Faktoren stimmen. Doch bisher gibt es vor allem Probleme statt Aufbruchstimmung.

Seit einem Jahr heißt der Facebook-Konzern nun Meta. Schon die Namensänderung sollte zeigen, dass Unternehmensgründer Mark Zuckerberg voll auf die virtuelle Realität und das Metaverse setzt. Doch ob diese Wette auf die Zukunft des Unternehmens aufgeht, ist noch völlig offen.

Meta hat gleich mehrere Probleme. Zum einen bringt das Kerngeschäft – Werbung in den Meta-Apps wie Facebook und Instagram – immer weniger Geld ein. Diese Einnahmen finanzieren jedoch die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung des Metaverse und eigener VR-Brillen. Der dafür zuständige Bereich hat allein im jüngsten Quartal 3,7 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Noch höhere Verluste werden folgen, kündigte Zuckerberg bereits an. Zum anderen ist der Milliardär darauf angewiesen, dass möglichst viele Unternehmen auf seinen Meta-Zug aufspringen und mit ihren Angeboten die Massen in die virtuelle Welt locken.

Zuckerberg will nicht weniger als die gemeinsame digitale Zukunft der Menschheit erschaffen. Das braucht Zeit und viel Geld. Und in einigen Jahren könnte er als Visionär dastehen, der mit seiner mutigen Wette alles riskiert und gewonnen hat. Das ist eine Möglichkeit. Eine andere ist, dass der 38-Jährige zu früh auf das Metaverse gesetzt hat und damit seinen Konzern in Gefahr bringt. Die Anleger sind berechtigterweise alarmiert.

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