Klimawandel Die Aussichten sind trübe
Der UN-Klimabericht stellt wieder einmal fest: Die bisherigen Bemühungen, die Erderwärmung aufzuhalten, reichen nicht aus. Und jetzt?
Kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz Anfang November in Ägypten lässt der UN-Bericht über die Bemühungen der einzelnen Staaten nur den Schluss zu, dass die Rufe der letzten Konferenz in Kopenhagen nicht ausreichend erhört wurden. Nach einem Rückgang der CO2-Emissionen im Corona-Jahr 2020, stiegen sie in Europa wieder kräftig an. Hinzu kommt, dass die großen Emittenten wie Russland und China gerade andere Prioritäten gesetzt haben und Verhandlungen in der Weltgemeinschaft immer schwieriger werden.
In Deutschland werden wegen des Energiemangels Kohlekraftwerke wieder hochgefahren und wird klimaschädliches Flüssiggas importiert. Dass der Lieferstopp des russischen Gases zum Turbo für die Erneuerbaren Energien wird, kann man nur hoffen. Die Aussichten, die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts noch auf 1,5 Grad zu begrenzen, sind mehr als trübe. Die Konferenz in Ägypten ist die womöglich letzte Chance, das Ruder herumzureißen.
In Windschatten der Vielfalt der derzeitigen Krisen droht die größte Krise des Klimawandels ungebremst ihren Lauf zu nehmen. Was der Klimabericht aber auch aufzeigt: Dort, wo Entscheidungen zur CO2-Reduktion getroffen wurden, zeigen sie erste Wirkungen. Die Lage ist also noch nicht (ganz) hoffnungslos. Die Autorin erreichen Sie unter mantel@zgo.de