Halloween in Esens Saurier und Elfen treffen auf Vampire und Gespenster
Nach langer Pause feiert Esens am 28. Oktober wieder Halloween. Ausgelassen toben gruselige Gestalten durch die Straßen – und mittendrin Kolja Green bei seiner Feuertaufe.
Esens - Ein riesiger Saurier ragt meterhoch in den Esenser Nachthimmel und verbreitet Angst und Schrecken. Zauberhafte Waldwesen wandeln durch die Straßen. Ein Mann zündet weit über den Köpfen der Zuschauer in fünf Metern Höhe seine Laterne an. Diesmal geht es für viele der Künstler hoch hinaus, gut sichtbar fürs Publikum. Dazu Livemusik, Tanzvorführungen mit und ohne Pyrotechnik, Marionettenspiel und eine Lasershow. Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.halloween-esens.de. Für das erste Esenser Halloween nach einer dreijährigen Zwangspause haben die kreativen Köpfe hinter der schaurigen Großveranstaltung die Messlatte für Freitag, 28. Oktober, hochgelegt: „Es wird eine Bombe“, verspricht Stadtmanager Adalbert Oldewurtel bei einem Pressegespräch.
Was und warum
Darum geht es: Erstmals seit 2019 feiert Esens wieder Halloween. Zugleich wird mit dem Event der organisatorische Staffelstab weitergereicht.
Vor allem interessant für: kleine und große Hexen, Vampire und sonstige Halloweenbegeisterte
Deshalb berichten wir: Am 28. Oktober öffnet sich der Höllenschlund und alle entwichenen Kreaturen finden sich in Esens ein. Ein schaurig schöner Spaß, den niemand verpassen sollte. Die Autorin erreichen Sie unter: s.ullrich@zgo.de
Die gesamte Innenstadt verwandelt sich einmal mehr in eine begehbare Geisterbahn. Viele Gäste kommen verkleidet. Getreu dem Halloween-Motto gibt es ein bisschen Süßes, vor allem aber gibt es ordentlich Saures: Mystische Elfen mischen sich unter Horror-Clowns, Gespenster und Zombies. Der Stadtmanager hat sich vorgenommen, mit einem ordentlichen Knall abzutreten. Zeitgleich wird es für seinen Nachfolger Kolja Green die Feuertaufe. Er muss zeigen, dass er im Angesicht von etwa 10.000 Besuchern die Nerven und vor allem die Fäden in der Hand behält. So viele waren es bis 2019 immer durchschnittlich bei beständigem Wetter, resümiert Oldewurtel. Jetzt aber könnten es auch deutlich mehr werden. „Die Leute haben Lust zu feiern“, weiß Markus Backenköhler. Das habe zuletzt der Besucherandrang zum Esenser Schützenfest im Juli gezeigt. Viele warteten nur darauf, endlich wieder etwas zu erleben. Der Kaufmann ist Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Esens und Umgebung. Der Gewerbeverein und die Stadt Esens sind die Veranstalter des schaurig-schönen Festes rund um die lange Einkaufsnacht bis 22 Uhr und empfehlen einen Besuch erst ab 14 Jahren.
Neue Herausforderungen für neuen Stadtmanager
Dass sich am Freitag vor Halloween ein Besuch in Esens lohnt, habe sich längst herumgesprochen: „Es ist ein Programm, welches es so im Bereich Weser-Ems noch nicht gegeben hat“, sagt der kreative Kopf hinter dem Spektakel, Oldewurtel, zufrieden über die diesjährige Planung. Und auch sein Nachfolger Kolja Green kann es kaum erwarten: „Ich freue mich, dass ich alles mitbekommen kann.“ Seit Anfang Oktober arbeiten beide Stadtmanager parallel. Gute Startbedingungen für den Neuen, der nach Halloween das Bindeglied zwischen AEU und Kaufmannschaft sowie Tourismusbetrieb in Bensersiel sein soll. So definiert die Esenser Bürgermeisterin Karin Emken (SPD) die Rolle des Stadtmanagers bei Kolja Greens Vorstellung im Rathaus. Der Aufgabenbereich sei über die Jahre gewachsen. Die Stadt als Gesamtpaket stehe immer mehr im Fokus, so Emken. Stadtdirektor Harald Hinrichs (parteilos) sieht den Stadtmanager zunehmend in Sachen Innenstadtentwicklung und Leerstandsmanagement gefragt. Letzteres sei bisher nie ein Thema gewesen, könnte jetzt aber zu einem werden.
Kolja Green soll es anpacken. Er ist 32 Jahre alt und ein Esenser durch und durch. Seine Eltern leben noch in der Stadt. Mit vier Jahren gab Green sein Debüt auf dem Fußballplatz des TuS Esens. Green studierte nach seinem Abitur am Niedersächsischen Internatsgymnasium (NIGE) in Oldenburg Wirtschaftswissenschaften und arbeitete dort anschließend in einer Media-Agentur. Unter anderem habe er Marketing-Kampagnen erstellt, berichtet er. Die Stadtspitze sprach das an. „Wir wollten keinen reinen Veranstaltungskaufmann“, unterstreicht Hinrichs. Darüber hinaus sei sofort Sympathie im Spiel gewesen.