Drohender Teilemangel  VW-Werk in Emden zieht Inventur vor

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 20.10.2022 15:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
•Im VW-Werk in Emden wird der vollelektrische ID.4 produziert. An diesem Freitag ruht die Produktion jedoch. Foto: Ortgies/Archiv
•Im VW-Werk in Emden wird der vollelektrische ID.4 produziert. An diesem Freitag ruht die Produktion jedoch. Foto: Ortgies/Archiv
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Am Volkswagen-Standort in Emden herrscht immer noch Unsicherheit, weil die Bauteile knapp sind. Um Engpässen vorzubeugen, wird die Inventur vorgezogen. Das Werk steht an diesem Freitag still.

Emden - Die Belastung der Lieferketten infolge der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine sorgen auch im Emder Volkswagen-Werk weiterhin für Unsicherheit. Um vorsorglich auf die „sehr komplexen und anspruchsvollen Lieferketten“ zu reagieren, werde die Inventur am Standort, die eigentlich für Sonnabend vorgesehen gewesen sei, auf diesen Freitag vorgezogen. Entsprechende Medienberichte bestätigte VW-Sprecherin Indra van Schwartzenberg unserer Redaktion am Donnerstag. Aufgrund der Inventur werde die Produktion am Freitag ruhen.

Obwohl die Auftragslage gut sei, sei im Emder VW-Werk aufgrund der weiterhin unbeständigen Versorgung mit Teilen, die für die Fahrzeugproduktion benötigt werden, mit kurzfristigen Anpassungen in der Produktion zu rechnen, so van Schwartzenberg. Täglich arbeitet eine spezielle Taskforce gemeinsam mit der Logistik daran, die Auswirkungen der Lieferengpässe auf die Fertigung möglichst gering zu halten. Auch hierdurch sei es gelungen, die Zahl der Ausfalltage in diesem Jahr gering zu halten.

Bei der Inventur an diesem Freitag werde im Grunde jedes Teil, dass sich derzeit im Werk befindet, gemessen, gezählt und gewogen oder geschätzt, erläuterte van Schwartzenberg. Ausgenommen seien lediglich bestimmte Lagerbereiche, in denen es über das ganze Jahr hinweg eine Überprüfung gebe. „Während der jährlichen Inventur steht das Werk still und kein Material wird transportiert. Externe Wirtschaftsprüfer begleiten und kontrollieren die Inventur“, so die VW-Sprecherin. Zudem seien viele Beschäftigte des Werks eingebunden.

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