Neue Leitung für Museum Historisches Museum ist ab November nicht mehr führungslos
Die Stadt hat die Nachfolge von Brigitte Junge so gut wie geregelt. Jetzt geht es noch um die Zustimmung der Politik. Das ist aber reine Formsache.
Aurich - Die Würfel sind gefallen: Die Stadt Aurich hat eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Brigitte Junge gefunden. Die Pädagogin hatte mehr als 30 Jahre lang das Historische Museum geleitet. Ende August hatte sie sich in den Ruhestand verabschiedet. Bereits am 5. September habe man jemand ausgewählt, der den vakanten Posten übernehmen soll, sagte Laura Rothe. Die Leiterin des Fachbereiches Recht, Ordnung und Bürgerdienste bei der Stadt machte darauf aufmerksam, dass die Zustimmung der Politik dafür noch aussteht. Am 1. November müsse der Finanzausschuss darüber entscheiden, sechs Tage später der Verwaltungsausschuss. Wenn von den Ausschussmitgliedern ein positives Votum kommen sollte, könnte die Nachfolgerin von Brigitte Junge bereits ab dem 15. November ihre neue Aufgabe wahrnehmen.
Zur Identität der neuen Führungskraft wollte Laura Rothe keine Angaben machen. Noch sei es nicht amtlich und im Übrigen solle sich die Person selbst vorstellen. Nur so viel verriet die Juristin: Beworben hätten sich 25 Männer und Frauen. Acht seien eingeladen worden, sieben hätten sich auch tatsächlich vorgestellt. Die Kandidaten mussten ein beachtliches Portfolio an Bedingungen erfüllen. Im Ausschreibungstext hieß es, dass die „betriebliche Führung und organisatorische Leitung des Historischen Museums“, das „strategisch weiterentwickelt werden müsse“, die Kernaufgabe sei. Außerdem erwarte man, dass Attraktivität des Hauses gesteigert werden solle. „Pflege und Aufbau von Kooperationen und Partnerschaften“ gehörten auch zum Aufgabenkatalog. Die Interessenten mussten ein Studium der Geschichte, der Museologie, Volkskunde oder eines vergleichbaren Studiengangs erfolgreich abgeschlossen haben.
Laura Rothe sagte, dass sie sich sehr über das große Interesse an der Stelle gewundert habe. Die Bewerbungen seien aus ganz Deutschland gekommen. Etliche Kandidaten hätten bei der Vorstellung damit gepunktet, dass sie sich ihre mögliche neue Wirkungsstätte vorher angeschaut hätten. „Dabei haben sich viele sehr positiv über die Einrichtung geäußert“, sagte die Juristin. Brigitte Junge hatte immer wieder betont, dass sie ein gut bestelltes Haus hinterlasse. Ein Herzensanliegen sei es für sie immer gewesen, die Alltagsgeschichte der kleinen Leute sichtbar zu machen. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte war die Dokumentation des Anteils, den Frauen an der geschichtlichen Entwicklung hatten und haben.
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