Osnabrück  Frau schlägt zu: Die starke Box-Serie „Lea – The Fighter“

Tobias Sunderdiek
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Von Tobias Sunderdiek
| 06.10.2022 09:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Lea, the Fighter: Lea (Madeleine Martin, r.) boxt sich zum Sieg zur Europameisterin und knockt ihre Gegnerin Gentz (Ellen Karlsson, l.) aus. Foto: Tobias Sunderdiek
Lea, the Fighter: Lea (Madeleine Martin, r.) boxt sich zum Sieg zur Europameisterin und knockt ihre Gegnerin Gentz (Ellen Karlsson, l.) aus. Foto: Tobias Sunderdiek
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Eine Frau kämpft um ihr Kind und um ihr Leben: Warum sich die Box-Serie „Lea – The Fighter“ auf ZDFneo so lohnt.

Keine Frage, auch wenn viele Boxen als Sport nicht mögen, für Filme bietet die Sportart doch pures Gold. Ob „Rocky“, „Body and Soul“, „Der Tiger von New York“ oder „Raging Bull“ – die Filmgeschichte ist voller starker Box-Dramen. In diese Tradition stellt sich nun auch die schwedisch-deutsche Serie „Lea – The Fighter“ an. Um was die Heldin Lea da kämpfen muss? Nun, um nichts Geringeres als die Weltmeisterschaft, um ihren entführten Sohn und letztlich sogar buchstäblich um ihr Leben.

Diese Zutaten machen nach einem eher etwas gemächlichen Anfang klar, dass das Subgenre des Boxerfilms erzähltechnisch noch längst nicht tot ist. Dieser Sechsteiler mag dabei nicht nur für Serien, sondern auch für Sportlerdramen überraschend wirken. Denn im Mittelpunkt steht eine Frau , die sich zusammen mit ihrem zerstreuten Ex-Mann und Sohn gegen halbseidene Boxclubs, Doping und Wettbüros behaupten muss. Zudem tritt noch eine Fahnderin auf, die eine persönliche Rechnung zu begleichen hat – und sich dabei in private Abgründe verstrickt. 

Die Serie verschweigt nie den Status des Underdogs und zeigt Gegenden, in die niemand gerne schaut. Es sei denn es handelt sich, wie hier, um ein spannend und hochemotionales Boxerdrama. Eine Serie mit vielen Wendungen und guten Spannungsmomenten.

Sendetermin: „Lea – The Fighter“, sechs Episoden, ZDFneo, Freitag, 7. Oktober, 21.45 Uhr.

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