Hamburg Nach Hygieneskandal: Burger King verliert Label für vegane Produkte
Die Fast-Food-Kette wollte Vorreiter in Sachen pflanzlicher Burger sein – und scheiterte an der Realität in den eigenen Restaurants. Nur verliert Burger King das V-Label.
In diesem Artikel erfährst Du:
Abgelaufene Lebensmittel und Mäusekot in der Küche: Ein mutmaßlicher Hygieneskandal erschüttert Burger King. Das Team um Investigativ-Journalist Günter Wallraff veröffentlichte Ende September belastendes Material aus einer Undercover-Recherche in fünf Filialen der Franchise-Kette.
Neben der angeblichen Missachtung allgemeiner Hygienestandards berichten die Journalisten unter anderem vom fahrlässigen Umgang mit veganen Produkten. Sie warfen Burger King vor, Fleischprodukte als vegane Produkte gelabelt und verkauft zu haben. Mayonnaise mit Ei soll auf veganen Burgern verwendet worden sein. Auch sollen pflanzliche und fleischige Pattys in derselben Fritteuse zubereitet worden sein.
Burger King gelobte öffentlich Besserung. „Zusammen mit unseren Partner*innen werden wir die Zubereitungsprozesse optimieren und Mitarbeiterschulungen rund um das vegane und vegetarische Angebot intensivieren“, schrieb das Unternehmen auf seiner Website.
Doch das reicht der „V-Label GmbH“ nicht. Mit dem gelb-grünen Label können Unternehmen vegane Produkte kennzeichnen, damit Kunden sie auf den ersten Blick erkennen. Dafür müssen jedoch gewisse Standards eingehalten werden, die das Unternehmen vorgibt.
Mehr zum V-Label und wer es vergibt, erfährst Du in diesem Post:
Diese sieht das Unternehmen als verletzt an, weswegen die V-Label-Lizenzierung für fünf Produkte ausgesetzt wird.
Konkret geht es um diese Produkte:
Auch auf Instagram versucht das Unternehmen, sich zu erklären – mit mäßigem Erfolg, wie die Nutzerkommentare zeigen.
Hier kannst Du Dir den Post ansehen:
Seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe zieht ein Shitstorm über Burger King hinweg, der mit einem massiven Vertrauensverlust einhergeht. Auch unter diesem Post machen enttäuschte Ex-Kunden ihrer Wut Luft: „Schade, das Konzept war gut aber mein Vertrauen habt ihr verloren “, „Es ist eigentlich komplett egal was ihr jetzt macht. Das Vertrauen, besonders von vielen Veganern ist weh. Persönlich werde in Zukunft garantiert nicht nochmal irgendetwas bei BK essen.“ und „Was man in der Reportage aber auch gesehen hat: Die Mitarbeiter haben überhaupt kein Verständnis für dieses Vegan-Thema“ posteten Nutzer unter der Stellungnahme.