Kein Kreisverkehr in Remels Uplengen entschärft Kreuzung durch Ampel
Im Bereich einer wichtigen Kreuzung gibt es in Remels immer wieder Staus und Unfälle. Mit einer Ampel soll künftig beides verhindert werden. In der Bevölkerung wollten viele lieber einen Kreisverkehr.
Remels - Im Ortskern von Remels sollen Ampelanlagen künftig für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Die Kreuzung zwischen Ostertorstraße und Schützenstraße ist vor allem in den Stoßzeiten stark befahren. Auf der Schützenstraße bildet sich häufig ein längerer Rückstau. Die Kreuzung ist aber auch ein Unfallschwerpunkt. Das soll sich durch eine komplette Neugestaltung des Kreuzungsbereichs ändern.
Was und warum
Darum geht es: In Remels soll eine wichtige Kreuzung eine Ampelanlage erhalten.
Vor allem interessant für: Pendlerinnen und Pendler
Deshalb berichten wir: Die Gemeinde und die Straßenbaubehörde stellten ihre Pläne bei einem Pressetermin vor. Den Autor erreichen Sie unter: t.ruemmele@zgo.de
„Ich quere die Kreuzung selbst jeden Tag mit dem Fahrrad. Dabei habe ich immer ein merkwürdiges Gefühl“, so Bürgermeister Heinz Trauernicht (parteilos). Oft seien Radfahrer das schwächste Glied im Straßenverkehr. Sie sollen durch die neue Verkehrsführung geschützt werden. „Jeder Unfall, der dort noch passiert, ist einer zuviel“, sagte Trauernicht bei einem Pressetermin mit dem aus Remels stammenden Landtagsabgeordneten Ulf Thiele (CDU) und Vertretern der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
Ampel ist sicherer
Mit der nun erfolgten Veröffentlichung der konkreten Pläne der Straßenbaubehörde will die Gemeindeverwaltung auch Spekulationen darüber beenden, dass an dem Knotenpunkt zwischen Landesstraße 24 und Kreisstraße 10 ein Kreisverkehr statt einer Ampel eingerichtet werden soll. „In der Öffentlichkeit kursiert noch immer diese Vorstellung“, sagt Trauernicht. Durch Untersuchungen und Simulationen hätte sich jedoch eine Ampel-Lösung als die sicherste Variante herauskristallisiert – insbesondere für Radfahrer und Fußgänger. Dazu gehört auch, dass es für die beiden großen Supermärkte Netto und Combi, die direkt an der Kreuzung liegen, künftig nur noch eine gemeinsame Einfahrt geben soll. „Bislang ist das an dieser Stelle zum Teil zu viel Wilder Westen. Der Verkehr wird jetzt gebündelt. Das bringt Sicherheit für Radfahrer“, erklärte Trauernicht.
Die Fachleute von der Auricher Behörde erklärten, wie sie bei der Planung der neuen Kreuzung vorgegangen sind. Demnach habe man bei der Entscheidung für eine Ampel und gegen einen Kreisel auch immer die Situation an der nur etwa 130 Meter entfernten Kreuzung Ostertorstraße/Raiffeisenstraße im Blick gehabt. Hier gibt es bereits eine Ampelanlage. Trotzdem wurde in den Simulationen der Verkehrsexperten auch für diese Kreuzung die Option einer Kreisel-Lösung durchgerechnet. Das Ergebnis: Am sichersten und flüssigsten ist eine Ampelanlage an beiden Kreuzungen.
Unklar, wann gebaut wird
Landtagsmitglied Ulf Thiele betont, dass die Ergebnisse der Untersuchungen eindeutig seien. „In Uplengen gibt es noch immer viele Menschen, die glauben, ein Kreisel wäre die bessere Lösung“, so Thiele. Mit einer klugen Taktung könne jedoch eine Ampel einen besseren Verkehrsfluss gewährleisten.
Frank Buchholz von der Straßenbaubehörde erklärte den weiteren Zeitplan für die Umsetzung der Baumaßnahme. Bereits im Oktober sollen die Unterlagen der Behörde an den Landkreis Leer übergeben werden. Anschließend starte ein Planfeststellungsverfahren. „Erfahrungsgemäß dauert ein solches Verfahren etwa ein Jahr lang“, so Buchholz. „Und wir werden nicht in der Weihnachtszeit anfangen zu bauen.“ Deshalb sei ein Baubeginn eher für das Frühjahr 2024 zu erwarten. Wenn die Maschinen auf der Kreuzung das Sagen haben, sei mit einer Bauzeit von zwei bis drei Monaten zu rechnen. Ob es in dieser Zeit zu einer Vollsperrung der Kreuzung kommen wird, darauf wollte sich Buchholz beim Pressegespräch noch nicht festlegen. „Schauen wir mal“, so der Chef der Auricher Behörde.