Defekte Gas-Pipelines Pipeline-Leck ist alarmierend
Beide deutsch-russische Gaspipelines haben plötzlich Lecks. Dahinter steckt wohl Sabotage. Wer sind die Täter? Der Vorfall sagt einiges über den Ukraine-Krieg aus.
Nein, es ist sicher kein Zufall, dass innerhalb von 24 Stunden gleich zwei deutsch-russische Ostsee-Gaspipelines ein Leck melden. Zu kurz ist der zeitliche Abstand, zu ähnlich ist das Objekt. Selbst die Bundesregierung geht von einem Anschlag auf Nord Stream 1 und 2 aus. Die Umstände lassen darauf schließen, dass dahinter nur ein staatlicher Akteur, sprich: ein Geheimdienst, stecken kann, da es einigen Aufwand bedeutet, an den Tatort – eine Unter-Wasser-Pipeline – heranzukommen.
Sabotage von Infrastruktur ist schon immer Teil der Kriegsführung. Sabotage soll die Moral des Feindes zersetzen und ist Teil der psychologischen Kriegsführung. Auch im Ukraine-Krieg ist das Phänomen nicht neu, so häuften sich jüngst Meldungen über Sabotageakte auf russische Eisenbahntrassen und Rüstungs-Einrichtungen wie einen Militärstützpunkt auf der Krim.
Es stellt sich die Frage: Wer möchte die Pipelines nach Deutschland, durch die derzeit kein Gas fließt, endgültig unbrauchbar machen? Wer profitiert davon, wenn wir uns noch mehr um die Gassicherheit sorgen müssen und die Bundesregierung stärker unter Druck gerät? Infrage kommen die Kriegsparteien Russland und Ukraine. Oder waren es vielleicht andere, etwa westliche Geheimdienste? Wir wissen es einfach nicht. In jedem Fall dürfte die Tat die Bundesregierung alarmieren.
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