Grundstückspreis steigt  Stadt Aurich zahlt für Kasernengelände drauf

Marion Luppen
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Von Marion Luppen
| 26.09.2022 18:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Aus dem Kasernengelände in Aurich soll ein neuer Stadtteil werden. Foto: Archiv/Ortgies
Aus dem Kasernengelände in Aurich soll ein neuer Stadtteil werden. Foto: Archiv/Ortgies
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Alles wird teuer, auch das Bundeswehrgelände. Das bekommt die Stadt Aurich zu spüren. Hat die ehemalige Fachbereichsleiterin gepennt?

Aurich - Die Stadt Aurich muss für die Flächen der ehemaligen Blücher-Kaserne knapp 250.000 Euro mehr an den Bund zahlen als bisher geplant: 865.000 Euro. Dennoch hat der Finanzausschuss des Rates dem Grundstückskauf am Montag zähneknirschend zugestimmt. Die Stadt will aus dem Kasernengelände einen neuen Stadtteil entwickeln. Das Gelände gehört dem Bund und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) vermarktet.

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Im Juni 2021 hatte der Rat beschlossen, dass die Stadt Teilflächen auf dem Kasernengelände erwirbt: Sportflächen im nördlichen Bereich, Wohnbauflächen im südlichen Bereich und zwei kleinere Teilflächen entlang des Wasserwerkwegs. Vergangene Woche teilte die Bima der Stadt dann mit, dass es teurer wird. Die Bodenrichtwerte seien zwischenzeitlich gestiegen.

Um keine Fördermittel verfallen zu lassen, will die Stadt die Flächen möglichst noch in diesem Jahr kaufen. „Wir werden versuchen, den Preis noch zu drücken“, versprach Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos). Das sei allerdings „schwierig bis unmöglich“. Bodo Bargmann (CDU) zeigte sich erbost. „Im vergangenen Jahr lag ein unterschriftsreifer Vertrag vor“, sagte er. Das Ganze sei verschleppt worden. Ohne dass der Name genannt wurde, richtete sich der Vorwurf gegen die damals zuständige Fachbereichsleiterin Irina Krantz, die mittlerweile Stadtbaurätin in Emden ist.