München Playmobil, Lego und Co: Diese Geschenke sollten Sie schnell besorgen
In weniger als 100 Tagen ist Weihnachten. Im letzten Jahr mussten die Weihnachtseinkäufe schnell erledigt werden und auch dieses Jahr drohen Engpässe. Wir erklären Ihnen, welche Branchen besonders betroffen sind - und welche nicht.
Die Lage für den Einzelhandel bleibt angespannt. Die am Dienstag veröffentliche Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, welche Branchen weiterhin mit Lieferengpässen zu kämpfen haben.
Für einzelne Branchen gibt es Hoffnung. Während im Mai noch 100 Prozent der Spieleinzelhändler mit Lieferproblemen zu kämpfen hatten, ist die Zahl im August auf 73,5 Prozent gesunken. Doch das bedeutet nicht, dass alle Spiele leicht zu haben sind. Der Pressesprecher von Playmobil, Björn Seeger, erzählt unserer Redaktion, dass Engpässe nicht ganz ausgeschlossen werden können.
Die Gründe hierfür sind vielfältig. „Einige Ressourcen, die zur Produktion, aber auch für Logistik-Prozesse benötigt werden, sind derzeit schwer verfügbar. Das kann Auswirkungen auf manche Produkte und die Verfügbarkeit im Handel haben.“ Er rät zur Eile beim Weihnachtseinkauf.
Das Lego Presseteam antwortet auf unsere Anfrage hin, dass Lego „von einer weltweit sehr gut funktionierend Lieferkette mit dezentralen Produktionsstandorten profitieren.“ Zum jetzigen Zeitpunkt „können wir keine nennenswerten Störungen bei der Gesamtversorgung mit unseren Produkten oder bei Rohstoffen verzeichnen und sind in der Lage, die Nachfrage zu decken.“
Wie im Jahr 2021 ist auch dieses Weihnachten die Lage für Fahrradhändler kritisch. 95,5 Prozent der Einzelhändler berichten von Lieferproblemen. Ähnlich dramatisch ist die Situation für Unterhaltungselektronik (95,7 Prozent der Einzelhändler) und elektrische Haushaltsgeräte (95,5 Prozent der Einzelhändler). Wollen Sie Ihre Lieben also mit Elektro oder Fährrädern beschenken, sollten Sie die Weihnachtseinkäufe frühzeitig erledigen.
Insgesamt klagten im August 77,5 Prozent der Einzelhändler über Lieferprobleme. Damit hat sich die Situation etwas entspannt. Im Mai waren es noch 80,1 Prozent der Einzelhändler.
Dennoch gibt der Leiter der Umfragen, Klaus Wohlrabe, keine Entwarnung. „Im Moment sieht es überhaupt nicht danach aus, dass sich die Probleme in der Vorweihnachtszeit entspannen werden“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Nicht nur die Lieferengpässe bereiten den Einzelhändlern Sorgen. „Auch die hohen Inflationsraten dämpfen die Einkaufslust der Kunden“, so Wohlrabe.