Berlin  Beerdigung von Queen Elizabeth II.: So viel kostet sie die Briten

Carolin Ungrad
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Von Carolin Ungrad
| 19.09.2022 12:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zuletzt wurde der Sarg der verstorbenen Queen Elizabeth II. in der Westminster Hall aufgebahrt. Foto: dpa/PA/AP/Yui Mok
Zuletzt wurde der Sarg der verstorbenen Queen Elizabeth II. in der Westminster Hall aufgebahrt. Foto: dpa/PA/AP/Yui Mok
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Am Montag wurde die verstorbene Queen Elizabeth II. im Rahmen eines Staatsbegräbnisses beigesetzt. Die Kosten dafür wurden von öffentlicher Hand getragen. So viel kostete die Beerdigung von Queen Elizabeth II. die britischen Steuerzahler.

Seit dem Tod von Queen Elizabeth II. am 8. September befindet sich Großbritannien in einem Ausnahmezustand. Nach einem Protokoll wurde der Sarg zunächst von Schloss Balmoral nach London gebracht, wo er schließlich aufgebahrt wurde. Bis Sonntag konnten die Briten dem verstorbenen Staatsoberhaupt dann in der Westminster Hall den letzten Respekt erweisen. Am Montag wurde Queen Elizabeth II. dann elf Tage nach ihrem Tod beigesetzt.

Am Montag fand zunächst eine Trauerfeier in der Westminster Abbey statt. Dazu wurden rund 2000 geladene Gäste erwartet. Nachdem der Sarg dann nach Windsor transportiert wurde, startete gegen 17 Uhr ein Gottesdienst in der St. Georges Kapelle – dieser wurde live im Fernsehen übertragen.

Hier können Sie den Ablaufplan für das Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. einsehen:

Im Anschluss wurdedie Queen dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit, im Kreis der Familie neben ihrem bereits verstorbenen Ehemann Prinz Philip beigesetzt.

Lesen Sie auch: Beerdigung der Queen: Nach und nach füllt die Westminster Abbey sich

Wie der „MDR“ berichtet, ist das Staatsbegräbnis der verstorbenen Queen das erste seit 1965 – damals wurde der ehemalige Premierminister Winston Churchill beerdigt. Staatsbegräbnisse werden mit öffentlichen Mitteln finanziert und gelten aufgrund des enormen Aufwands als teuer.

Die genaue Summe für das Staatsbegräbnis ist nicht bekannt. Die indische „Economic Times“ schätzt die Summe der Kosten für das Staatsbegräbnis der Queen und der Krönung von Nachfolger König Charles III. auf insgesamt rund sechs Milliarden Pfund.

Video: Das Begräbnis von Queen Elisabeth II. in Zahlen

Noch teurer sollen für die britischen Steuerzahler allerdings die Kosten werden, die die organistorischen Veränderungen des Landes mit sich bringen werden.

Die Kosten für die Beerdigung des verstorbenen Ehemanns von Queen Elizabeth II., Prinz Philip, im vergangen Jahr sollen hingegen deutlich geringer gewesen sein: Die Feierlichkeiten zu Ehren von Prinz Philip fanden aufgrund der Corona-Pandemie nur im kleinen Kreis statt.

Die Beisetzung der Königinmutter (Queen Mum), die 101 Jahre alt wurde, im Jahr 2012 kostete nur rund 5,4 Millionen Pfund. Die Beerdigung von Prinzessin Diana im Jahr 1997 soll circa drei bis fünf Millionen Pfund gekostet haben.

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