Klage und Eilantrag eingereicht  Verein will Wolfsabschuss verhindern

Imke Oltmanns
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Von Imke Oltmanns
| 16.09.2022 14:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Wolf, aufgenommen in einem Wildpark in Isselburg. Symbolfoto: Thissen/DPA
Ein Wolf, aufgenommen in einem Wildpark in Isselburg. Symbolfoto: Thissen/DPA
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Der Freundeskreis freilebender Wölfe will die Tötung eines Wolfsrüden verhindern. Das Tier war nach mehreren Rissen in den Landkreisen Wittmund und Friesland zum Abschuss freigegeben worden.

Friedeburg/Wolfsburg - Die Ausnahmegenehmigung zum Töten eines Wolfes in Ostfriesland wird voraussichtlich die Gerichte beschäftigen. „Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. hat heute eine Klage sowie einen Eilantrag gegen die Genehmigung des MU/NLWKN eingereicht, mit der die Tötung eines Wolfsrüden in den Landkreisen Wittmund und Friesland zugelassen werden soll“, teilte der Verein am Freitag mit. Klage und Eilantrag seien an das Verwaltungsgericht Oldenburg gegangen.

Der NLWKN, also der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, hatte am Mittwoch eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines bestimmten Wolfes in den Landkreisen Friesland und Wittmund erlassen. Dem Tier wurden mehrere Risse von Jungrindern nachgewiesen. Das niedersächsische Umweltministerium (MU) sieht die rechtlichen Voraussetzungen „zur Entnahme des schadensverursachenden Tieres nach § 45 Abs. 7 in Verbindung mit § 45a BNatSchG“ als erfüllt an.

Der Freundeskreis freilebender Wölfe begründet sein Vorgehen damit, dass die zuletzt gerissenen Nutztiere im Umfeld von Friedeburg und Jever nicht ausreichend oder gar nicht geschützt gewesen seien. Damit, so argumentiert der Verein, gebe es auch keine Grundlage für eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Wolfes. Der zusätzliche Eilantrag solle verhindern, dass von der Ausnahmegenehmigung Gebrauch gemacht wird, bis das Verwaltungsgericht in Oldenburg über die zeitgleich eingereichte Klage entschieden habe. Der Verein fordert stattdessen, die Abschussverfügung gegen den Rüden, Rudel Friedeburg, umgehend aufzuheben.

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