Sylt Protestcamp auf Sylt: Punks haben das Feld geräumt, Müllberge bleiben
Die Punks haben zusammen gepackt, alle haben den Rathauspark verlassen. Noch ist die Polizei vor Ort, ein weiteres Eingreifen ist aber nicht nötig. Damit hat eine Hochsaison mit Punks ihr Ende gefunden.
Nach drei Stunden am Mittwochmorgen hat die Räumung des Protestcamps ein friedliches Ende gefunden. Nach mehrfacher Aufforderung durch Bürgermeister Nikolas Häckel haben die Punks freiwillig gepackt und das Feld geräumt.
Noch ist die Polizei vor Ort, hält Wache. Die Punks können sich weiter auf der Insel frei bewegen, nur für das Areal Bahnweg Wilhelminenstraße inklusive Wilhelminen-Brunnen, Maybachstraße wurde ein Platzverweis ausgesprochen.
Punk-Sprecher Jörg Otto hatte am frühen Morgen versucht, mit Häckel zu verhandeln und auf „Deeskalation“ hinzuwirken. Als Bürgermeister und Polizei aber hart blieben, finden die Punks an, ihre Sachen zu packen und bepöbelten Bürgermeister und Polizisten..
Dass die Räumung stattfinden wird, war bereits am Dienstag klar. Der für den Folgetag abgesagte Wochenmarkt machte auch den letzten Skeptikern klar: Am Mittwoch soll was passieren. Nur die Uhrzeit der Räumung blieb bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis.
Das Protestcamp der Punks auf Sylt war nur bis Ende August genehmigt, seit 1. September ist es illegal. Sowohl der Kreis Nordfriesland als auch das Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht schoben einer Verlängerung des Camps im Stadtpark den Riegel vor. Am Montag stand fest: Das Camp kann geräumt werden.
Bürgermeister Häckel hatte am Dienstag klargestellt, dass die Räumung nun Sache der Landespolizei sei. Und diese hat nun gehandelt. Seit Mittwoch ist das Protestcamp Geschichte. Ob das auch das Ende der Punks auf Sylt ist, bleibt abzuwarten, gilt aber als unwahrscheinlich. Ein für Keitum geplantes Camp hat der Kreis Nordfriesland allerdings nicht genehmigt.