London  König Charles III. erbt ein Vermögen: Deshalb zahlt er keine Erbschaftssteuer

Kim Patrick von Harling
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Von Kim Patrick von Harling
| 13.09.2022 16:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Als König von Großbritannien lässt es sich zumindest finanziell betrachtet gut leben. Foto: dpa/Henry Nicholls
Als König von Großbritannien lässt es sich zumindest finanziell betrachtet gut leben. Foto: dpa/Henry Nicholls
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Ein wahres Vermögen erbt der Sohn von Elizabeth II., King Charles III. Pikant: Die 40-prozentige Erbschaftssteuer entfällt für das Königshaus.

Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. wurde ihr Sohn Charles zum König von Großbritannien. Mit der neuen Rolle kommen auch neue Verpflichtungen, ein neues öffentliches Interesse und ein beachtliches Vermögen. So erbt King Charles III. unter anderem das Herzogtum Lancaster im Wert von 750 Millionen Euro. Die jährlichen Einnahmen des knapp 200 Quadratkilometer großen Landes betragen rund 24 Millionen Euro im Jahr. Während diese versteuert werden müssen, ist King Charles III. von der reinen Erbschaftssteuer befreit. Heißt: Das Herzogtum Lancaster geht ohne finanziellen Aufwand in den Besitz von Charles über.

Und auch das hat der neue König seiner Mutter zu verdanken. Elizabeth II. war es, die bereits 1993 einen Deal mit dem damaligen Premierminister John Major eingefädelt hatte. Demnach wird der königliche Besitz von der 40-prozentigen Erbschaftssteuer befreit. Der Grund: So soll verhindert werden, dass die Monarchen von Generation zu Generation verarmen.

Das gilt auch für den privaten Besitz der verstorbenen Queen. Wie der „Focus“ berichtet, erhält King Charles III den Großteil im Wert von 500 Millionen Euro. Wer genau was bekommt, regelt das Testament von Elizabeth II. Zu ihrem persönlichen Besitz zählen unter anderem Juwelen, die Schlösser Balmoral und das Sandringham House sowie eine Kunstsammlung.

Als 2002 Elizabeth Bowes-Lyon gestorben war, erhielt die Tochter, Queen Elizabeth II., ebenfalls das Vermögen im Wert von rund 80 Millionen Euro - auch steuerfrei. Darunter besonders wertvolle Sammlungen von Fabergé-Eiern, Briefmarken, Bilder von Monet und Porzellan.

Und dann wäre da noch die „Royal Firm“. Klingt unternehmerisch, ist tatsächlich aber rein nüchtern betrachtet die königliche Familie selbst. Und die hat es in sich: Zusammen mit seiner Frau Camilla, Prinz William, Prinzessin Kate, Prinzessin Anne sowie Prinz Edward und Prinzessin Sophie verwaltet King Charles III. ein Vermögen im Wert von über 8 Milliarden Euro.

Im Video: So hoch war das Vermögen der Queen

Neben dem Herzogtum Lancaster gehören zu dem Vermögen der Buckingham Palace, der Kensington Palace und das Herzogtum Cornwall. Die „Royal Firm“ generiert wie jedes andere Unternehmen Einnahmen, zum Beispiel aus den Auftritten der Familienmitglieder. Auch die Lizenzen der royalen Logos, Wappen und Gesichter hat die „Royal Firm“ inne. Wie der „Focus“ berichtet, liegen die jährlichen Einnahmen bei rund 500 Millionen Euro.

Wie der „Businessinsider“ berichtet, gehören auch zahlreiche gewerbliche Immobilien zu den Besitztümern der royalen Familie. Unter anderem das prestigeträchtige „Savoy Hotel“ im Zentrum Londons. Und dann wären dann noch zwei Kuriositäten, die wirtschaftlich betrachtet nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Zum einen gehören der Königsfamilie alle unmarkierten Schwäne auf der Themse - ein Überbleibsel aus dem 14. Jahrhundert. Zum anderen darf King Charles III. alle wilden Krustentiere in Schottland sein Eigen nennen.

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