Mehr Verkehrssicherheit  Emden hat jetzt einen neuen Blitzer namens „Engelke“

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 02.09.2022 09:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor der Grundschule Wolthusen wurde der semi-stationäre Blitzer auf den Namen „Engelke“ getauft. Schülerinnen und Schüler forderten mit ihren Schildern: „Tempo 30 für uns“. Fotos: Hanssen
Vor der Grundschule Wolthusen wurde der semi-stationäre Blitzer auf den Namen „Engelke“ getauft. Schülerinnen und Schüler forderten mit ihren Schildern: „Tempo 30 für uns“. Fotos: Hanssen
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Die Stadt Emden hat einen neuen Blitzer gekauft, der alle zwei Wochen den Standort wechseln kann. Damit wolle man eine Lücke schließen. Eine bestimmte Geräteart wurde indes aus dem Verkehr gezogen.

Emden - Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Emden bereits semi-stationäre Blitzer an mehreren Standorten getestet. Jetzt hat man sich für ein Modell entschieden, das am Donnerstagmittag vor der Grundschule Wolthusen aufgebaut und von Grundschülern mit etwas Delftwasser auf den Namen „Engelke“ getauft wurde. Das Engelchen ist Bestandteil des Emder Wappens. Für die erste Aufstellung des Geräts hatte man sich bewusst für die Grundschule entschieden, vor der direkt eine Straße entlangführt, auf der gerne mal etwas schneller gefahren wird, erklärte Stadtsprecherin Theda Eilers. Erlaubt sind dort 30 Stundenkilometer.

Der Blitzer „Engelke“ wird voraussichtlich alle zwei Wochen seinen Standort im Emder Stadtgebiet ändern.
Der Blitzer „Engelke“ wird voraussichtlich alle zwei Wochen seinen Standort im Emder Stadtgebiet ändern.

Man wolle die Lücke zwischen stationären und mobilen Blitzern schließen, sagte Hinrich Post vom Fachdienst Straßenverkehr der Stadt vor Ort. Mit festen Blitzern sind die Geräte gemeint, die etwa auf der Auricher, Petkumer oder Larrelter Straße stehen. Der erste Blitzer dieser Art war laut Post 2006 an der Auricher Straße errichtet worden. Mobile Blitzer sind oftmals unauffällige Kameras, die je nach Bedarf täglich oder sogar stündlich den Standort wechseln können und teilweise sogar versteckt angebracht werden dürfen. Derzeit seien mobile Blitzer bundesweit aus dem Verkehr gezogen worden, weil die Kameras nachgerüstet werden müssen. „Wir sind auch bei der Wiederbeschaffung“, so Post. Im vergangenen Jahr waren in Emden insgesamt 12.174 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden.

Im vergangenen Jahr waren semi-stationäre Blitzer verschiedener Firmen in Emden getestet worden. Jetzt hat man sich für ein Modell entschieden, das natürlich zu Emden passen muss – mit dem Wappen-Engelke.
Im vergangenen Jahr waren semi-stationäre Blitzer verschiedener Firmen in Emden getestet worden. Jetzt hat man sich für ein Modell entschieden, das natürlich zu Emden passen muss – mit dem Wappen-Engelke.

„Engelke“ funktioniert 14 Tage autark, muss also in der Zeit nicht an eine Stromquelle angeschlossen werden. Allerdings: Je häufiger der Blitzer ausgelöst wird und je mehr Fotos gespeichert werden müssen, desto kürzer ist die Standzeit. Er blitzt in beide Fahrtrichtung und auf der Breite von bis zu zwei Fahrspuren. Rund um die Uhr ist er im Einsatz. Würde ein Fahrzeug mit mehr als 250 Stundenkilometer daran vorbeifahren, konnte das Gerät nicht mehr blitzen. „Engelke“ hat in der Anschaffung etwa 260.000 Euro gekostet, so Post. Er betonte, dass man sich gemeinsam mit der Emder Politik dafür entschieden hatte, um langfristig die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und nicht, um Geld zu verdienen. In etwa 14 Tagen wird der Blitzer von der Wolthuser Grundschule zu einem anderen Standort wechseln.

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