Großdemo in Wilhelmshaven Klima-Aktivisten legen Arbeiten am LNG-Terminal lahm
In Wilhelmshaven findet aktuell eine große Demo gegen den LNG-Terminal statt. Zahlreiche Demonstranten der Gruppe „Ende Gelände“ haben die Arbeiten dort lahmgelegt.
Wilhelmshaven - Zahlreiche Menschen demonstrieren seit dem frühen Vormittag am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven gegen das geplante Importterminal für Flüssigerdgas (LNG). Es handelt sich um Klima-Aktivisten der Gruppe „Ende Gelände“. Mit Bussen sind sie aus Hamburg angereist, denn eigentlich war eine Demo in Stade angemeldet gewesen.
Die Polizei sprach auf Anfrage am Vormittag von rund 300 Teilnehmern an zwei Standorten: dem Hafen Jade-Weser-Port sowie Hooksiel, wo eine Pipeline zur Anbindung an das Gas-Fernleitungsnetz entstehen soll. Die Aktivisten sitzen auf Baufahrzeugen und auf Baumaterial, sie besetzten einen Kran und hingen Transparente auf. Um niemanden zu gefährden, sind die Arbeiten derzeit niedergelegt, die Arbeiter wurden nach Hause geschickt.
„Tatort von Klima-Verbrechen“
Wie eine Sprecherin der Blockade auf Anfrage sagte, handele es sich bei der Aktion von „Ende Gelände“ um „zivilen Ungehorsam gegen den geplanten Ausbau fossiler Gasinfrastruktur“. Die Aktivisten sprechen am Jade-Weser-Port von einem „Tatort von Klima-Verbrechen“, Erdgas sei zudem extrem klimaschädlich.
Am Nachmittag wollen Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Energieminister Olaf Lies in ihrer Funktion als SPD-Landesspitze die LNG-Baustelle zusammen mit dem Vorstandschef des Energieunternehmens Uniper, Klaus-Dieter Maubach, besuchen. Ein Treffpunkt ist ausgemacht.