Pyro-Vorfall in Lübeck Kickers Emden droht Strafe wegen seiner Fans
Rund 80 Fans hatten den BSV zum Regionalliga-Auswärtsspiel nach Lübeck begleitet. Anfang der zweiten Hälfte fielen sie negativ auf. Ein Strafverfahren gegen den Verein wurde eingeleitet. Mit Video.
Emden - Dem BSV Kickers Emden droht für das Fehlverhalten seiner Fans eine Strafe. Kickers-Anhänger hatten am Freitag bei der 0:3-Niederlage in der Fußball-Regionalliga Nord beim VfB Lübeck Pyrotechnik gezündet. „Ich habe heute ein Strafverfahren in die Wege geleitet“, sagte August-Wilhelm „Auwi“ Winsmann am Dienstagnachmittag unserer Zeitung.
Er ist beim Norddeutschen Fußball-Verband nicht nur Präsidiumsmitglied, sondern auch Sicherheitsbeauftragter. Über verschiedene Quellen – beispielsweise Polizei, Schiedsrichter und Spielbeobachter vom Verband – habe er sich nachträglich ein Bild vom Vorfall zu Beginn der zweiten Halbzeit im Emder Fanblock gemacht. „Pyrotechnik ist schlicht verboten und muss strafrechtlich verfolgt werden“, sagte Winsmann.
Ein Pyro-Vorfall wird in der Regel im „schriftlichen Verfahren“ abgehandelt. Das dauert im Normalfall keine 14 Tage. Zuerst können die Vereine eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben, ehe ein Gremium des Norddeutschen Fußball-Verbands ein Urteil spricht. „Die Emder Fans sind jetzt erstmalig in der Regionalliga auffällig geworden. Es gab auch keine besondere Gefährdung. Dafür wird dem Verein jetzt nicht der Kopf abgerissen“, prognostizierte Winsmann. Auf den BSV Kickers wird wohl ein Strafgeld in dreistelliger Höhe zukommen.
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