Hannover  Schröder darf in SPD bleiben: Anwalt zeigt sich „erleichtert“

Lars Laue
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Von Lars Laue
| 08.08.2022 16:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Darf SPD-Mitglied bleiben: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Foto: Kay Nietfeld/dpa
Darf SPD-Mitglied bleiben: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Für Schröders Anwalt war „keine andere Entscheidung zu erwarten“. Die SPD dürfe sich nicht in den Wind drehen.

Nach dem Entschluss der SPD-Schiedskommission, keine Sanktionen gegen Altbundeskanzler Gerhard Schröder wegen dessen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und zu russischen Energiekonzernen zu verhängen, hat sich Schröders Anwalt Professor Michael Nagel „erleichtert“ gezeigt.

„Es war keine andere Entscheidung zu erwarten. Herr Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder hat sich von Beginn an deutlich gegen den Krieg distanziert, die Entscheidung Russlands als Fehler bezeichnet. Womit ein parteischädliches Verhalten begründet werden sollte, erschloss sich mir zu keinem Zeitpunkt“, erklärte Nagel gegenüber unserer Redaktion.

Schröder habe darauf vertraut, „dass in der SPD die demokratischen Strukturen funktionieren und Vernunft und Sachlichkeit die Oberhand behalten“, betonte Nagel und fügte hinzu: „Er konnte das – das ist nicht nur gut für die SPD, sondern auch für Deutschland. Denn diese Partei versteht sich als eine der Stützen der deutschen Parteiendemokratie.“ Als eine solche dürfe sie sich nicht in den Wind drehen, ohne Gefahr laufen zu wollen, ihre Orientierung zu verlieren“, stellte Nagel auf Nachfrage klar.

Die SPD müsse daher ertragen können, dass Schröder sich als Altkanzler für eine Verhandlungslösung im Ukrainekrieg stark mache. Ebenso habe es die SPD auszuhalten, dass der Ex-Kanzler „dafür seine Möglichkeiten, die ihm dank der Freundschaft zu Wladimir Putin wie wenigen auf dieser Welt eröffnet sind“, nutze.

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