Ausblick auf die Saison  Mit Zuversicht und Euphorie startet GW Firrel in die Saison

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 04.08.2022 14:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Henning Röbke ist vom Ligakonkurrenten Frisia Wilhelmshaven nach Firrel gewechselt. Foto: Privat
Henning Röbke ist vom Ligakonkurrenten Frisia Wilhelmshaven nach Firrel gewechselt. Foto: Privat
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Der Landesligist ist an diesem Freitag in Wildeshausen gefordert. Acht Neuzugänge hat GW Firrel verpflichtet. Die gute Vorbereitung macht der Mannschaft Hoffnung auf einen guten Saisonstart.

Firrel - Der langjährige Landesligist Grün-Weiß Firrel blickt nach dem frühzeitigen Klassenerhalt in der vergangenen Saison mit großer Zuversicht auf die neue Spielzeit. Acht Neuzugänge stehen sieben Abgängen gegenüber. Nach einer intensiven, arbeitsreichen Vorbereitung beginnt am Freitagabend in Wildeshausen wieder der Landesliga-Alltag (Anpfiff: 20 Uhr). Dort muss die Elf von Trainer Bernd Grotlüschen allerdings auf Eike Thaden verzichten, der noch im Urlaub weilt. Fraglich ist auch der Einsatz von Mittelfeldstratege Tim Schouwer, der beruflich sehr eingespannt ist. Hier entscheidet es sich ganz kurzfristig, ob er an diesem Freitagabend einsatzbereit ist.

Aufgrund der guten Vorbereitung, in der unter anderem beim Saris-Cup Regionalligist Kickers Emden mit 2:1 besiegt wurde, wollen die Grün-Weißen unbedingt punkten. Auch das zweite Saisonspiel zu Hause gegen Aufsteiger Holdorf wollen die Firreler siegreich bestreiten. „Wir müssen unbedingt einen Fehlstart wie letzte Saison vermeiden“, sagte Firrels erster Vorsitzender Johannes Poppen.

So tickt der Trainer

Auch in der kommenden Saison lenkt der erfahrene Trainer Bernd Grotlüschen die Geschicke des Teams. Bernd Grotlüschen geht nun schon in die siebte Saison bei Grün-Weiß und ist aufgrund seines kommunikativen und empathischen Umgangs mit den Spielern sehr beliebt. „Bernd behält auch in den kritischsten Situationen immer die Ruhe“, lobt Fußballobmann Holger Wilken den Coach. Grotlüschen, der aus einer im positiven Sinne „fußballverrückten“ Familie stammt, war in jungen Jahren ein schussgewaltiger Stürmer. Nicht umsonst wird er in Fachkreisen „Berni-Bomber“ genannt.

Grotlüschen war einer der ganz wenigen Ostfriesen, die schon zu Glanzzeiten von Kickers Emden in der 3. Liga spielten. Anschließend lief er noch lange für den SV Meppen und den VfB Oldenburg auf. Nach seiner Knieoperation Ende vergangenen Jahres ist der zweifache Familienvater nun wieder ins Training eingestiegen und steht seinem Klub bei Bedarf auch als Spieler zur Verfügung. „Wir sind der einzige Verein in der Landesliga mit einem Spielertrainer“, verkündete Johannes Poppen stolz.

Veränderungen im Kader

Bei insgesamt sechs Absteigern sahen sich die Verantwortlichen von Grün-Weiß gezwungen, den Kader zu verstärken. So zeigten Mittelfeldspieler Michael Olbrys und Abwehrspieler Henning Röbke in den Vorbereitungsspielen ihre spielerische Klasse. Mit Röbke ist ein vielseitig einsetzbarer Zentrumsspieler vom Ligakonkurrenten WSC Frisia Wilhelmshaven nach Firrel gewechselt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Das Team hat großes Potenzial, ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die gesteckten Ziele realisiert werden können“, so Röbke.

Auch der schon im Januar verpflichtete 19-jährige Lukas Koch wies schon in der Rückrunde mehrfach seine Landesligatauglichkeit nach. Wegen eines Kreuzbandrisses fällt Stammtorwart Rene Carstens lange aus. Somit werden Neuzugang Pascal de Buhr und der talentierte Nicolai Schöneich in der neuen Saison die Nummer Eins unter sich ausmachen. „Wichtig ist, dass wir den Stamm der Mannschaft komplett behalten haben“, so Johannes Poppen. „Trotz zahlreicher Angebote für viele Spieler haben sich schlussendlich alle wieder für Grün-Weiß entschieden. Das ist auch einige Bestätigung für das tolle sportliche Umfeld in Firrel, in dem sich viele Menschen ehrenamtlich für die Grün-Weißen engagieren“, so Fußballobmann Holger Wilken.

Das sind die Ziele

„Wenn wir in den ersten vier Spielen einen guten Start erwischen, traue ich unserer Mannschaft einen guten Mittelplatz zu“, so Vorsitzender Johannes Poppen. „Ich bin da sehr optimistisch, weil die Saisonvorbereitung in diesem Jahr sehr gut gelaufen ist und sich jeder voll reingehängt hat.“

Poppen führte weiter aus, dass ihm das Abschneiden des Aushängeschilds des Vereins im kommenden Jahr enorm wichtig sei, weil dann das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werde. Insgesamt gesehen wollen die Firreler weiterhin die Nummer Zwei in Ostfriesland bleiben.

Unsere Prognose

Die Grün-Weißen aus Firrel haben eine routinierte Landesliga-Mannschaft, die ganz gezielt mit jungen, entwicklungsstarken Spielern verstärkt wurde. Trainer Bernd Grotlüschen ist besonders mit seiner erfahrenen Achse Andre Lücht und Eike Thaden in der Abwehr, Tim Schouwer im Mittelfeld sowie Reinhard Grotlüschen und Manuel Suda im Angriff sehr gut aufgestellt.

Diese fünf Spieler haben schon jahrelange Erfahrung in der Landesliga und sind in kritischen Situationen während des Spiels abgebrüht und immer in der Lage, Lösungen zu finden. Dieses wird dem Verein wahrscheinlich auch in der neuen Saison zu vielen Punkten verhelfen, sodass ein Platz im gesicherten Mittelfeld für Firrel durchaus möglich ist.

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