Hamburg Tiktok-Mutterkonzern Bytedance plant Spotify-Konkurrenz
Instagram wird immer uncooler, Spotify immer teurer – und Bytedance, versucht davon zu profitieren. Was das für Dich und Deine Daten bedeuten würde.
In diesem Artikel erfährst Du:
Labello, Tempo oder eben Spotify – manche Marken sind so stark mit ihren Produkten verbunden, dass wir uns eine Welt ohne sie kaum vorstellen können. Doch genau das könnte uns im Bereich des Musikstreamings drohen. Denn Platzhirsch Spotify muss sich auf einflussreiche Konkurrenz einstellen.
Tiktok-Mutter Bytedance hat sich in den USA und Australien die Markenrechte für „Tiktok Music“ gesichert. Branchendienste gehen davon aus, dass dahinter die Idee für einen eigenen Musikdienst stecken könnte.
„Tiktok Music“ soll eine App für mobile Endgeräte sein. Folgende Optionen sind mit dem Patent abgedeckt und könnten in einer möglichen App enthalten sein:
Dabei hat Bytedance längst einen Musik-Streamingdienst: Resso ist eine Musik-Streaming-App, die in Indien, Brasilien und Indonesien genutzt wird. Bytedance nutzt in den Ländern TikTok, um Resso zu bewerben. Mehr als 40 Millionen monatliche Nutzer hat die App so sammeln können. Trotzdem ist es kein Vergleich zu Spotify mit 381 Millionen monatlichen Nutzern in 178 Ländern.
Optisch ähnelt Resso Spotify:
Für die Musikindustrie ist TikTok noch immer eine Blackbox: Welcher Song zum viralen Erfolg wird, lässt sich schlicht nicht planen. Wer es schafft, wird mit Millionen Views belohnt. „As it was“ von Harry Styles beispielsweise haben Content Creator in mehr als 2,3 Millionen Videos verwenden – die Mash-ups noch nicht mitgezählt! Wer diesen Sommer die App nutzt, kann einen Ohrwurm des Songs nicht verhindern.
Wie unvorhersehbar der Algorithmus ist, erlebte kürzlich Lena, die in Japan trendete – eines Tiktok-Tanz‘ wegen.
Gleichzeitig trenden auf Spotify und Youtube Playlists, die virale Tiktok-Hits sammeln oder daraus Mash-ups zusammenstellen.
Videos wie dieses erreichen binnen weniger Stunden Abrufzahlen im sechsstelligen Bereich:
Spotify hat im zweiten Quartal des Jahres trotz unerwartet stark gewachsener Nutzerzahlen einen hohen Verlust ausgewiesen. Die Ausgaben des schwedischen Unternehmens zwischen April und Juni überstiegen die Einnahmen um 125 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der zahlenden Nutzer jedoch um 14 Prozent auf 188 Millionen. Spotifys Aktienkurs legte daraufhin zu.
Die hohen Verluste begründet Spotify insbesondere mit höheren Personalkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau seiner Podcast-Sparte. Zum Ende des zweiten Quartals hatte die Plattform 4,4 Millionen Podcasts im Angebot – 400.000 mehr als Ende März. Nach Angaben des Unternehmens steigt die Zahl der Podcast-Hörer mit „signifikant zweistelligen“ jährlichen Wachstumsraten. (mit Material der dpa)