Handballer bestreiten Testspiel  OHV Aurich bringt Wilhelmshaven an den Rand einer Niederlage

Theo Gerken
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Von Theo Gerken
| 03.08.2022 11:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Aurichs Torhüter Edgars Kuksa war von Beginn an hellwach. Foto: Wagenaar
Aurichs Torhüter Edgars Kuksa war von Beginn an hellwach. Foto: Wagenaar
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Die favorisierten Gäste kamen am Ende doch noch zu einem Unentschieden: Ein noch nach dem Schlusspfiff direkt ausgeführter Freiwurf führte zum 27:27.

Aurich - Mit einem kaum erwarteten 27:27-Unentschieden und einer spürbaren Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Test am letzten Freitag überraschten die Handballspieler des Drittligisten OHV Aurich im freundschaftlichen Vergleich mit dem Wilhelmshavener HV am Dienstagabend vor rund 200 Zuschauern in der Sparkassen-Arena. Dabei schrammte der hohe Favorit aus der Jadestadt haarscharf an einer Niederlage vorbei. Nur weil Jan-Bennet Behrends mit einem noch nach dem Schlusspfiff direkt auszuführenden Freiwurf ins obere linke Toreck traf, hieß es am Ende 27:27. Zur Pause hatten die Gäste mit 16:11 recht deutlich geführt.

Aurich fand nur schwer ins Spiel, nur Torhüter Edgars Kuksa war sofort hellwach und parierte gleich den ersten Wurf auf sein Tor. Die Angreifer des OHV trafen zuerst nur Latte und Posten und scheiterten im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts immer wieder in aussichtsreichen Positionen am starken Wilhelmshavener Schlussmann Jakob Lefan. Nach einem anfänglichen 0:3-Rückstand blieb der OHV dran. Aurichs neuer Trainer Pedro Alvares hatte nach einer Viertelstunde Redebedarf und bat seine Mannen zur Auszeit. Dann platzte ihm nach einem Fehlversuch von Petar Puljic und einem daraus folgenden Gegentor der Kragen. Innerhalb von weniger als zwei Minuten gab es eine zweite „Unterredung“. Bis zur Pause bauten die Gäste den Vorsprung auf 16:11 aus.

Starke Leistungen von Keeper Jungvogel

Zu Beginn des zweiten Abschnitts schickte Coach Alvares Marten Jungvogel zwischen die Pfosten. Und der zeigte mit fünf Paraden in den ersten acht Minuten schon starke Leistungen. Das half dem OHV bei der Aufholjagd, nach 41 Minuten gelang beim 19:18 durch Jonas Wark erstmals die Führung. Wilhelmshaven wirkte teilweise unkonzentriert. Immer stärker wurde insbesondere in der Schlussphase Aurichs neuer Spielmacher Rade Radjenovic. Vier seiner insgesamt fünf Tore erzielte er in den letzten fünf Minuten. Äußerst engagiert verfolgte Trainer Pedro Alvares die Aktionen seiner Spieler, feuerte sein Team an und lobte nach guten Leistungen. Auch das Agieren mit sieben Feldspielern übte er mit seiner Mannschaft.

„Ich bin sehr zufrieden, die Abwehr stand kompakt, wir waren konzentriert und haben eine gute Stimmung“, äußerte sich Trainer Alvares nach dem Spiel. „Es funktioniert immer besser“, fand auch OHV-Mannschaftskapitän Kevin Wendlandt. Und Jonas Schweigart, der erstmals nach seinem Wechsel gegen seinen bisherigen Verein spielte, hatte viele Freunde wiedergesehen. „Im Spiel geht es aber um Handball, da will man mit seiner Mannschaft gewinnen.“

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