Überraschung im Bezirkspokal Effizienz schlägt Ballbesitz – Leer fliegt aus dem Pokal
Auch dank eines Doppelpackers hat der SV Jheringsfehn in der ersten Pokalrunde Germania Leer rausgekegelt. Auffälligster Germane war ein Stürmer.
Stikelkamp - In einem typischen Pokalfight gelang dem SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel eine Überraschung. Vor mehr als 100 Zuschauern in Stikelkamp besiegten die kampfstarken Platzherren die technisch überlegene Elf des VfL Germania Leer mit 3:1 im Fußball-Bezirkspokal.
Germanias Trainer Frank Bajen fasste nach dem Spiel das Geschehen treffend zusammen. „Ballbesitz schießt keine Tore. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt und deshalb verloren.“
Leer-Kapitän mit klarer Ansage
In den ersten 20 Minuten war Germania zwar feldüberlegen, konnte sich aber gegen die konsequent verteidigenden Platzherren nicht eine einzige Tormöglichkeit erspielen. Die Gastgeber dagegen setzten auf Konter und hatten mit dem brandgefährlichen Reyk de Buhr nur eine Spitze aufgeboten. Wie aus dem Nichts heraus gingen die Platzherren mit ihrer ersten Tormöglichkeit in Führung. Reyk de Buhr wurde im Strafraum freigespielt und kam sofort zum Abschluss. Der erste Schuss konnte noch gerade von der vielbeinigen Abwehr der Germanen geblockt werden, der Nachschuss schlug jedoch unhaltbar im linken unteren Eck ein.
Bei der ersten Trinkpause sprach Germanias Kapitän David Goguadze die Hauptfehlerquelle an: „Wir bewegen uns vorne zu wenig und deshalb haben die Mittelfeldspieler zu wenig Anspielstationen.“ In der Folgezeit spielten die Germanen zielstrebiger in die Spitze und hatten dadurch in der 37. Minute Erfolg. Einen Steckpass von Nick Kaßmann erlief sich Germanias stärkster Stürmer Kristiyan Zarkov und erzielte aus kurzer Entfernung das 1:1.
Spieldaten
SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel: Buss, Kruse, Baumann, R. de Buhr, Fokken, N. Karstan, Freudenberg, Hilbrands (51. Schoon), K. Karstan, T. Welzel (51. Boekhoff), Krasniqi (83. E. de Buhr)
VfL Germania Leer: Bünting, D. Goguadze, Kaßmann, Scholte, Plassaer, Metkelawi, Meiners, G. Goguadze(75. Diallo), Zarkov, Kulas (83. Schaaf), Saragoza
Tore: 1:0 de Buhr (21.), 1:1 Zarkov (37.), 2:1 de Buhr (73.), 3:1 Boekhoff (80.)
Co-Trainer Kleemeyer beeindruckt
Auch in der zweiten Halbzeit hielt die Überlegenheit der Germanen an. So vergab in der 54. Minute Jayden Plassaer völlig freistehend aus sechs Metern die Führung. Kurz darauf versagten Kristiyan Zarkov allein vor Keeper Karsten Buss die Nerven. Die Platzherren erwiesen sich wesentlich zielstrebiger und kamen mit ihrem ersten gefährlichen Angriff in Hälfte zwei zur erneuten Führung. Wieder war Reyk de Buhr nach einem tollen Anspiel erfolgreich. Anschließend warf Germania noch einmal alles nach vorne, biss sich aber an der sicheren Abwehr der Gastgeber die Zähne aus. Einen groben Abwehrfehler der Germanen bestrafte kurz vor Schluss Henning Boekhoff. Er markierte aus zehn Metern das 3:1.
Co-Trainer Sven Kleemeyer zeigte sich von der Leistung seines Teams sehr beeindruckt: „Wir haben überragend gekämpft und immer zur richtigen Zeit unsere drei Tore erzielt. Dieser Sieg ist enorm wichtig für unsere Moral.“
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