London  EM-Heldin Alexandra Popp und ihr märchenhaftes Comeback

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 28.07.2022 11:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Alexandra Popp (11) schoss ihre Teamkolleginnen ins EM-Finale. Foto: AFP/ADRIAN DENNIS
Alexandra Popp (11) schoss ihre Teamkolleginnen ins EM-Finale. Foto: AFP/ADRIAN DENNIS
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Mit ihren beiden Toren schoss Alexandra Popp das DFB-Team ins EM-Finale gegen England. Dass Popp überhaupt bei dem Turnier dabei ist, grenzt an ein Wunder.

Die deutschen Fußballerinnen setzen ihre traumhafte Reise bei der EM fort. Beim 2:1-Halbfinalsieg über Frankreich überragte DFB-Kapitänin Alexandra Popp mit zwei Toren. Mit ihren Turniertoren fünf und sechs steht sie zusammen mit der Engländerin Beth Mead an erster Stelle der EM-Torschützenliste.

Video: London calling: DFB-Team im Endspiel gegen England

Am Sonntag, 18 Uhr (live auf ARD/DAZN), treffen dann beide Frauen mit ihren Teams aufeinander im Finale im ausverkauften Wembley-Stadion.

Nebenbei stellte die deutsche Kapitänin auch noch einen neuen EM-Rekord auf. Als erste Spielerin überhaupt traf Popp in fünf aufeinanderfolgenden EM-Spielen. Bei den Männern schaffte das nur ein gewisser Michel Platini bei der EM 1984.

Für die 31-jährige Kapitänin des DFB-Team liest sich der bisherige Turnierverlauf aus ihrer Sicht wie ein Märchen. Kurz vor dem Turnier stand noch nicht fest, ob es Popp überhaupt rechtzeitig in den Kader schafft. Im Juni infizierte sie sich mit Corona und erst im April feierte Popp nach fast einjähriger Verletzungspause (Knorpelschaden im Knie) ihr Comeback im Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Das Thema Europameisterschaft stand für Alexandra Popp lange unter keinem guten Stern. Die vergangenen beiden Europameisterschaften 2013 und 2017 fanden ohne Popp statt. Jedes Mal war die Wolfsburgerin verletzt.

Als Popp nach dem Abpfiff und vielen Jubelszenen am Spielfeldrand als beste Spielerin der Partie mit einem kleinen blauen Pokal ausgezeichnet wurde, da stürmten noch einmal ihre Mitspielerinnen johlend auf die 31-Jährige Wolfsburgerin zu - so wie zuvor bei ihren beiden wuchtigen und so wichtigen Toren.

Die so gepriesene Olympiasiegerin von 2016 verwies aber bei allen Fragen immer wieder auf ihre Mitspielerinnen. „Ich bin schon seit zehn Jahren bei der Frauen-Nationalmannschaft dabei und so einen Teamspirit, so ein Teamgefüge habe ich ganz ehrlich noch nie erlebt“, erklärte Popp.

Instagram-Post: Alexander Popp ist staatlich geprüfte Zoopflegerin

Popp war am Ende nur noch „unfassbar glücklich“ und „unglaublich stolz“. „Mit uns hat vor dem Turnier kein Schwein gerechnet“, erklärte Popp stolz, „und jetzt stehen wir im Finale“.

„Es wird ein großartiges Fußball-Fest, es ist ein Klassiker“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

mit dpa-Material

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