Osnabrück Hommage an Freddie Mercury: Doku zeigt seltenes Archivmaterial
Der Film „Freddie Mercury: Der letzte Akt“ verknüpft eine einmalige Hommage an den Sänger von Queen mit dem Kampf um Enttabuisierung der Aids-Seuche.
Im Jahr 1986 befindet sich die Band Queen auf dem Gipfel ihrer Karriere. Von Juni bis August führt sie ihre komplett ausverkaufte „Magic Tour“ quer durch Europa. Höhepunkt dieser Tournee sind zwei Konzerte im Londoner Wembley-Stadion, die Sänger Freddie Mercury ganz nebenbei dazu benutzt, Gerüchte über eine angeblich bevorstehende Trennung der Band zu zerstreuen.
Aber noch während der Tour kündigt Mercury seinen Bandkollegen an, dass er danach nicht mehr live auftreten werde. Er fühle sich den Anstrengungen nicht weiter gewachsen. Fünf Jahre später, am 24. November 1991, verstirbt er an den Folgen seiner HIV-Infektion, die er erst einen Tag vorher öffentlich macht.
Dem vielfach preisgekrönten Regisseur und Produzenten James Rogan gelingt mit seiner Dokumentation „Freddie Mercury: Der letzte Akt“ eine einmalige Hommage an den Musiker. Darüber hinaus nutzt Rogan seinen Film zu einem historischen Abriss über die Anfänge der von bösen Vorurteilen gegen Homosexuelle begleiteten Aids-Seuche.
Zeitzeugen und Wegbegleiter von Mercury sowie jede Menge seltenes Archivmaterial führen schließlich zum legendären „Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness“ am 20. April 1992, das als Wegbereiter zur Enttabuisierung der Krankheit gilt.
Wertung: 6 von 6 Sternen
„Freddie Mercury: Der letzte Akt“. Arte, Freitag, 29. Juli, 21.45 Uhr. Online bis 26. September.