50 Jahre Großefehn Zur „Goldenen Hochzeit“ können die Fehntjer sich selbst feiern
Am 27. und 28. August feiert die Gemeinde Großefehn ihr 50-jähriges Bestehen. Im Festprogramm sollen sich alle Ortschaften wiederfinden.
Großefehn - Mit dem Datum nehmen es die Fehntjer nicht ganz so genau, das gibt Gemeindebürgermeister Erwin Adams (parteilos) freimütig zu. „Stichtag wäre ja der 1. Juli gewesen“, sagt er. „Aber wir wollten von Anfang an ein bisschen mehr Vorlauf für die Planung haben.“ So hat sich der Arbeitskreis mit Vertretern aus Gemeinderat und Verwaltung schließlich das letzte Wochenende im August zum Feiern der „Goldenen Hochzeit der Gemeinde“, so Adams, ausgeguckt.
Dabei sollen die Bürger vor allem sich selbst feiern können, finden Adams und sein allgemeiner Vertreter Frank Cramer sowie der Ratsvorsitzende Detlev Schoone (SPD). „Wir wollen einen Bogen spannen zwischen jungen und alten Fehntjern, aber auch alle Ortschaften mit ins Fest einbinden“, sagt Cramer.
Musik ausschließlich aus der Gemeinde
Los geht es am Sonnabendvormittag zunächst einmal hochoffiziell mit einem Festakt nur für geladene Gäste. Das „bunte Programm“, wie Adams sagt, beginnt am Nachmittag im Festzelt hinter dem Rathaus. „Da stehen Aktionen zum Beispiel der Kitas, der Jugendpflege oder der Feuerwehren auf dem Plan“, sagt Cramer.
Dazu gibt es musikalische Unterhaltung ausschließlich von Künstlern aus der Gemeinde. Bands, Chöre, Blaskapellen, für jeden Geschmack soll etwas dabei sein. „Wir sind noch in den Gesprächen, aber viele haben auch jetzt schon zugesagt, wie zum Beispiel der Shantychor Timmel“, freut sich Schoone. „Viele sind auch gerade noch im Übungsmodus und fahren ihr Programm allmählich wieder hoch.“
Schönstes Fahrrad wird gesucht
Zum „Hochfahren“ will Erwin Adams für den Sonnabend auch alle Fahrradbegeisterten motivieren. „Die drei schönsten Räder werden prämiert“, erklärt er. „Und alle Radfahrer unter 14 Jahren bekommen eine kleine Aufmerksamkeit.“ Eine Jury aus den beiden stellvertretenden Bürgermeistern Siebelt Fohrden (CDU) und Enno Krüsmann (SPD) soll die Sieger küren. „Da sind jetzt auch die Ortsbürgermeister gefordert, ihre Fahrradtruppen zu mobilisieren“, sagt Adams.
Die 14 Ortschaften präsentieren sich unterdessen jeweils mit einer eigenen Stellwand. „Die Ortsräte sind gerade intensiv dabei, die Wände zu gestalten“, sagt Cramer. „Da sie dabei völlig freie Hand haben, sind wir gespannt, was da alles zutage kommt.“ Außerdem ist Filmemacher Jonny Stulken in jeder Ortschaft unterwegs. Zurück kommt er mit jeweils ein paar Minuten Material, aus denen schließlich ein ganzer Großefehn-Film produziert und vermarktet werden soll.
Den Senioren gehört der Sonntag
Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst im Festzelt. Der Nachmittag gehört dann den Senioren. „Es wird ein Teenachmittag für alle Fehntjer über 80 geben“, sagt Adams. Die werden dafür persönlich angeschrieben und eingeladen. Der Nachmittag zum Klönen, Fachsimpeln und Schwelgen in Erinnerungen wird von Jenny und Jonny musikalisch untermalt.
Jetzt, wo das Programm steht, plagt die Organisatoren nur noch die Sorge, das Gelände hinterm Rathaus könnte sich vielleicht als etwas zu knapp für die feierlaunigen Fehntjer erweisen. „Wir hatten auch über andere Orte nachgedacht“, sagt Adams. „Aber den 50. Geburtstag der Gemeinde beim MKW zu feiern, fanden wir dann auch nicht so prickelnd. Und letztlich gehört so eine Feier nun mal ans Rathaus.“