Berlin So glamourös und bodenständig wird‘s beim FC Bayern München
Der FC Bayern München hat in diesem Transfersommer die Geldbörse weit geöffnet. Mit Sadio Mané vom FC Liverpool und Matthijs de Ligt von Juventus Turin kommen zwei Spieler mit Weltklasseformat. Sie bringen Glamour – und Bodenständigkeit mit.
FC Bayern war schon immer ein Ort für große Fußballer. In diesem Sommer sorgten bisher vor allem zwei Transfers für Aufsehen: Sadio Mané kam vom FC Liverpool für 32 Millionen Euro und Matthijs de Ligt für 70 Millionen Euro von Juventus Turin. So sehr beide eine große mediale Aufmerksamkeit erregen, so sehr bringen sie auch unterschiedliche Außenwirkungen mit nach München.
Matthijs de Ligt startete seinen fußballerischen Werdegang beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Der großen Talenteschmiede entspringen Fußballer-Ikonen wie Johann Cruyff, Zlatan Ibrahimovic oder Luis Suarez. Auch der einstige HSV-Spieler Rafael van der Vaart startete seine Karriere hier. Von Ajax verschlug es De Ligt 2019 zu Juventus Turin nach Italien.
Der 22-Jährige Abwehrspieler macht zudem auch bei Länderspielen der niederländischen Nationalmannschaft eine gute Figur. Doch nicht nur deswegen sind die Hoffnungen groß - de Ligt ist auch Bayerns zweitteuerster Transfer der Vereinsgeschichte.
Dabei liegt beim Abwehrspieler das Augenmerk nicht ausschließlich auf ihm selbst, denn bereits beim Verlassen des Privatjets kommt er im Doppelpack. Wie einst die Van der Vaarts bietet er mit seiner Freundin AnneKee Molenaar Anlass für ein neues niederländisches Fußball-Glamour-Pärchen in Deutschland.
Molenaar ist Model und posierte bereits für das niederländische Modeunternehmen Hunkemöller. Auf Instagram stellt sie ihren über 460.000 Followern regelmäßig ihren Lifestyle zur Schau. Dieses Jahr zierten die beiden bereits das Cover der niederländischen „Vogue“.
Die „Vogue“ zeigt das Paar auch im schicken Outfit beim Eisessen in Turin.
Sadio Mané ist kein protziger Fußballer-Typ, sondern zeigt sich in der Öffentlichkeit viel mehr zurückhaltend und heimatverbunden. Der Senegalese wuchs im kleinen Dorf Bambali im Süd-Senegal auf. Viele Dinge konnte er sich nicht leisten, von denen man annimmt, man bräuchte sie, um ein Fußballer von Weltformat zu werden. In Senegals Hauptstadt Dakar nahm er eines Tages am Probetraining einer Fußballakademie teil und überzeugte auf Anhieb.
Nachdem ihn Fußball-Scouts entdeckten, führte sein weiterer Weg über den französischen FC Metz nach Österreich zu RB Salzburg und anschließend auf die englische Insel. Dort angefangen beim FC Southampton gipfelte seine bisherige Karriere beim FC Liverpool, mit dem er unter dem deutschen Trainer Jürgen Klopp unter anderem die Champions League gewann und englischer Meister wurde.
Trotz des millionenschweren Fußballgeschäfts hat der Senegalese seine Verbindung zu seinem Heimatland nicht verloren. Sein Heimatdorf Bambali unterstützte er finanziell beim Aufbau einer Schule und eines Krankenhauses. Zudem soll er den Ausbau eines 4G-Netzes, einer Tankstelle und eines Postamtes planen. Auch Kleidung und Nahrung soll er regelmäßig in den Senegal entsenden. Einen Eindruck von seiner Verbundenheit bekommt man auf seinem Instagram-Kanal. Hier zeigt sich Mané beim Fußballspielen in seinem Heimatdorf Bambali im Matsch.
Mané gibt sich bisher lieber bescheiden als im Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Wie der FC Bayern München auf seiner Webseite verrät, hat Mané das auch im ersten Gespräch mit Trainer Julian Nagelsmann gezeigt. „Er hat gleich im ersten Gespräch einen sehr, sehr selbstlosen Eindruck gemacht. Das ist außergewöhnlich bei einem Spieler mit einem so großen Namen“, wird Nagelsmann dort zitiert.
Sich selbst möchte Mané voll in den Dienst der Mannschaft stellen. Auf die Frage, welche Position er auf dem Spielfeld bevorzuge, antwortete Mané: „Ich glaube, derjenige, der diese Frage am besten beantworten kann, sitzt hier vorne“ und zeigt auf Bayern-Trainer Julian Nagelsmann.