Burger Kings Strategie  Veggie ist mehr als nur PR

Mark Otten
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Ein Kommentar von Mark Otten
| 21.07.2022 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Burger King ist hinter McDonald‘s die klare Nummer zwei bei den Fast-Food-Ketten – in Deutschland und weltweit. Foto: dpa
Burger King ist hinter McDonald‘s die klare Nummer zwei bei den Fast-Food-Ketten – in Deutschland und weltweit. Foto: dpa
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Burger Kings Strategie für die Zukunft wird immer deutlicher: fleischfrei an McDonald‘s vorbei. Warum hinter der Veggie-Offensive der Fast-Food-Kette mehr steckt als eine PR-Aktion.

Wenn eine Fast-Food-Kette seine vegetarischen Produkte anpreist, liegt der Verdacht des „Greenwashing“ nahe. Immerhin sind solche Initiativen gut geeignet, um von den vielen Problemen rund um die Massenproduktion der obendrein recht ungesunden Fleisch-Burger abzulenken. Doch wenn Burger King nahezu seine komplette Speisekarte um fleischfreie Alternativen erweitert, ist das ein Beweis dafür, dass vegetarische und vegane Ernährung in der Gesellschaft angekommen ist und sich damit immer Geld verdienen lässt. Keine Fast-Food-Kette der Welt kann es sich über einen längeren Zeitraum leisten, mehrere Ladenhüter zu produzieren und vorzuhalten. Das Geschäftsmodell der Schnellrestaurants beruht auf Masse, mit jedem verkauften Produkt machen die Unternehmen nur einen kleinen Gewinn. Was kein Geld bringt, fliegt raus – was Einnahmen liefert, wird ausgebaut. Natürlich ist Burger Kings Veggie-Strategie auch taktischer Natur. Vor allem bei jungen Menschen spielen Tierwohl, die Auswirkungen der Massentierhaltung auf das Klima und eine zumindest fleischärmere Ernährung eine wichtige Rolle. Wem es gelingt, diese junge Zielgruppe früh an sich zu binden, kann auf eine jahrelange Beziehung, regelmäßige Besuche und klingelnde Kassen hoffen – und sich auf diesem Weg Stück für Stück an den Marktführer McDonald‘s heranpirschen, der beim Thema Fleischersatz aktuell ziemlichen Rückstand hat.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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