Berlin  Worauf Sie bei vegetarischen und veganen Grillprodukten achten sollten

Laurenz Constantin Blume
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Von Laurenz Constantin Blume
| 14.07.2022 11:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei Fleischersatzprodukten sollte man auf die Inhaltsstoffe schauen. Foto: dpa/Silas Stein (Symbolbild)
Bei Fleischersatzprodukten sollte man auf die Inhaltsstoffe schauen. Foto: dpa/Silas Stein (Symbolbild)
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Beim sommerlichen Grillabend muss es nicht immer Steak und Wurst sein. Der Supermarkt bietet immer mehr Fleischersatzprodukte an und die Deutschen greifen zu. Doch auf einige Inhaltsstoffe sollten Sie besonders achten.

Immer häufiger greifen Deutsche auf vegetarische und vegane Alternativen zurück. Im Vergleich zu 2019 ist 2021 die Produktion vegetarischer und veganer Ersatzprodukte in Deutschland um mehr als 50 Prozent angestiegen. Das zeigt die folgende Infografik:

Auch beim Grillen landen immer öfter Fleischersatzprodukte auf dem Rost. Grundsätzlich gilt es als gesündere Alternative, auf Fleisch zu verzichten. Verarbeitetes Fleisch ist laut der „WHO“ als krebserregend eingestuft und auch unverarbeitetes Fleisch gilt als wahrscheinlich krebserregend. Doch auch bei den industriell verarbeiteten Alternativprodukten sollten Sie auf einzelne Inhaltsstoffe achten.

Zur Einordnung untersuchte die „Verbraucherzentrale Niedersachsen“ 2020 verschiedene Ersatzprodukte. In der Qualität der verarbeiteten Inhaltsstoffe gibt es jedoch Unterscheidungen. So kommt kaum eines der untersuchten Produkte ohne Zusatzstoffe aus. Besonders häufig kämen Verdickungsmittel wie Xanthan oder Konjak, Stabilisatoren wie Methylcellulose oder Gummi Arabicum und Farbstoffe wie beispielsweise Eisenoxide zum Einsatz.

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Konservierungsstoffe tauchen hingegen nur bei einem Produkt auf, Geschmacksverstärker gar nicht. Bei den meisten Produkten mit zugesetzten Aromen sei zudem von künstlichen Aromen auszugehen. Die Verbraucherzentrale rät, auf den Inhaltsstoff Konjak (E 425) zu achten. Dieser war in vier von den 31 getesteten Produkten vorhanden und kann die Nährstoffaufnahme im Darm verhindern sowie Blähungen und Bauchschmerzen verursachen. Auch von dem Verzehr des Konservierungsstoffs Natriummetabisulfit (E 223) rät die „Verbraucherzentrale Niedersachsen“ ab. Er wurde in einem der Produkte festgestellt.

Einige der getesteten Fleischalternativen enthielten zudem Kokosöl und damit viele gesättigte Fettsäuren. Diese können sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken und somit Herz- und Kreislauferkrankungen befördern. Abschließend empfiehlt die Zentrale, auf den Nutri-Score und eine möglichst kurz Zutatenliste zu achten.

Von den 31 getesteten Produkten haben nur zwei einen Wert von „D“ erhalten. Die Preise hängen nicht unmittelbar mir der Qualität der veganen und vegetarischen Alternativen zusammen. Die Ersatzprodukte können aber durchaus eine gesunde Fleischalternative sein – solange Sie auf einige grundlegende Inhaltsstoffe und einen bestmöglichen Nutri-Score achten.

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