Zentralklinik in Uthwerdum Stadt Aurich hat noch Einwände gegen den Standort
Bedenken gegen den Bau des Zentralklinikums wurden am Montag in Aurich erörtert. Ein Referent nahm dazu Stellung, wiegelte aber ab.
Aurich - Im Raumordnungsverfahren zum geplanten Bau des Zentralklinikums in Uthwerdum bei Georgsheil (Südbrookmerland) wurden am Montag Einwände gegen das Projekt in der Alten Schmiede in Aurich erörtert. Darin wurden die Anregungen und Bedenken der Träger öffentlicher Belange gehört, die durch das Vorhaben berührt werden. Neben den regionalen Naturschutzverbänden hatte vor allem die Stadt Aurich Einwände zu dem Vorhaben. Dabei war vor allem die Standortwahl in Zweifel gezogen worden.
Daher ging Georg Seibert vom Landschaftsarchitekturbüro von Luckwald auf die für die Standortwahl zu beachtenden Kriterien ein, berichtet der Landkreis Aurich. Der Standort Uthwerdum habe sich als „sehr günstig“ erwiesen. Ziele der Raumordnung stünden dem nicht entgegen. Auch würden Aurich und Norden in ihrer Funktion als Mittelzentren durch den Bau nicht beeinträchtigt.
Verkehr macht den Gemeinden Sorgen
Eine Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße 210 durch die Zentralklinik war laut Kreis ebenfalls als Einwand angeführt worden. Mehr Verkehr erschwere die Erreichbarkeit des Krankenhauses und könne zu Verzögerungen bei Rettungseinsätzen führen, wurde befürchtet. Planer Seibert verwies auf für Einsatzfahrzeuge geltende Sonderrechte. Für sie sei eine schnelle Erreichbarkeit der Zentralklinik auf jeden Fall gewährleistet. Durch die geplante Verlegung des zentralen Omnibusbahnhofes auf das Klinikgelände werde das neue Krankenhaus zudem in den ÖPNV-Hauptbusverkehr eingebunden. Zusätzlich sei vom Landkreis eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnstrecke Aurich-Emden beabsichtigt.
Weitere Themen der Erörterung waren der Hochwasserschutz sowie die Binnenlandentwässerung, die in der Region vor dem Hintergrund des Klimawandels und seiner Auswirkungen zunehmend schwieriger wird. Für den auf einer erhöhten Warft gelegenen Klinikneubau sehe Planer Seibert kein Risiko. Durch eine Verbesserung der Vorflut solle die Situation weiter optimiert werden. Die besprochenen Bedenken werden in die landesplanerische Feststellung aufgenommen.
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