Räume für Dorfbewohner Diskussion um alte Feuerwehrhäuser könnte kommen
In Freepsum gibt es noch immer keine Einigung zur Nachnutzung der alten Feuerwehrräume. Noch ist der Ort ein Sonderfall, aber das wird wohl nicht so bleiben.
Krummhörn - 18 Ortsfeuerwehren hatte es bis zum Jahr 2006 in der Krummhörn gegeben. Nach mehreren Fusionen sind jetzt noch sechs übrig. Was aber wird aus den weiterhin genutzten alten Gebäuden, wenn einmal die zentralen neuen Gerätehäuser für die Abteilungen Krummhörn-Nord und -Ost und später auch für Mitte, Süd, West und Visquard fertig sind? Laut Gemeindebrandmeister Jan-Jürgen Lüpkes steht das zwar in den Sternen. Er geht aber davon aus, dass es große Diskussionen geben wird, bestätigt er auf Nachfrage unserer Redaktion.
Was und warum
Darum geht es: um die weitere Nutzung der Krummhörner Feuerwehrhäuser, die nach und nach ersetzt werden sollen
Vor allem interessant für: Bewohner der Krummhörner Dörfer, die vor Ort auf der Suche nach freien und überdachten Flächen sind
Deshalb berichten wir: Nachdem es neulich schon einmal um die Nachnutzung der Räume der Feuerwehr in Freepsum ging, haben wir uns gefragt, wie es in den anderen Orten in der Gemeinde aussieht. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Ein Vorgeschmack auf das, was da kommen mag, zeichnet sich bereits jetzt in kleinem Maßstab in Freepsum ab. Dort hatten sich bis vor einigen Monaten das Dorfgemeinschaftshaus und die Feuerwehr dasselbe Gebäude geteilt, wobei die Brandbekämpfer nur die Garage und eine kleine Umkleide für sich alleine hatte. Nun ist der Feuerwehrwagen aber nach Pewsum umgezogen und es wird seit Monaten über eine Frage diskutiert: Wer darf die Räume fortan nutzen?
Nur in Freepsum steht kein Wagen mehr
Zum einen sind da Ortsvorsteher Johannes Voß und weitere Vertreter der Dorfgemeinschaft, zum anderen eine Gruppe ehemaliger Mitglieder der Wehr Canum-Freepsum, die sich kürzlich zum Verein „Freepsumer Mühlenwächter“ zusammengeschlossen haben. Zuletzt hatte die Gemeinde Krummhörn noch zu einem Treffen in der Sache eingeladen und versucht, zu vermitteln. Nun, gut anderthalb Monate später, teilt dessen Sprecher Fritz Harders jedoch auf Nachfrage mit, dass sich die beiden Parteien selbst vor Ort einigen sollen. Laut Voß gibt es aber bislang nichts Neues. Er verweist zudem auf Heiko Ringena, der als Vermittler zwischen den beiden Seiten auftrete. Der spricht auf Nachfrage von einem „schwebenden Verfahren“, aber äußert sich nicht weiter dazu.
Nach dem Umweg des Feuerwehrfahrzeugs nach Pewsum ist Freepsum laut Lüpkes der derzeit einzige bisherige Standort einer Krummhörner Ortsfeuerwehr, von dem aus man nicht mehr zu Einsätzen ausrücken kann. Auch in Canum, Woltzeten und Pewsum, die mit Freepsum fusionierten, ist man derzeit noch ausgestattet. Auslöser für den Abzug des Fahrzeugs ist laut Lüpkes allerdings nicht nur die Fusion gewesen, sondern auch ein Vorfall aus dem vergangenen Jahr. Da war zu einem Einsatz in Freepsum nur ein einziger Feuerwehrmann ausgerückt und man sei zu dem Schluss gekommen, dass der Wagen in Pewsum vermutlich besser aufgehoben ist.
Brandmeister hat eine Idee
Geht es nach dem Feuerwehr-Bedarfsplan für die Gemeinde, so sollen in den kommenden Jahren mehrere zentrale Gerätehäuser gebaut werden, die die bisherigen in den einzelnen Orten ablösen. Losgehen soll es bei den Ortsgruppen Krummhörn-Nord und -Ost, denn dafür liegen auch schon die Bauleitplanungen bereit. Die Gruppe Nord besteht aus den früheren Standorten Greetsiel und Manslagt, die Gruppe Ost aus Eilsum und Grimersum.
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Zwar sei es nur eine Idee, aber Lüpkes erinnert daran, dass es mancherorts in der Krummhörn an Dorfgemeinschaftshäusern fehlt oder diese schon jetzt häufig ausgebucht sind. Vielleicht könnten daher später einmal die Gerätehäuser eine Rolle dabei spielen, wenn es um die Schaffung zusätzlicher Veranstaltungsflächen für die Öffentlichkeit geht, findet er.