Aufwertung des Stadtbildes  Emden stellt Pläne für Kunstpromenade vor

| 27.06.2022 17:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Areal zwischen Boltentorstraße und Hahnscher Insel soll umgestaltet werden. Zwei Drittel der Kosten werden über ein Förderprogramm abgedeckt. Die Stadt selbst investiert 200.000 Euro für die Umsetzung der Pläne. Grafik: SCAPE/Stadt Emden
Das Areal zwischen Boltentorstraße und Hahnscher Insel soll umgestaltet werden. Zwei Drittel der Kosten werden über ein Förderprogramm abgedeckt. Die Stadt selbst investiert 200.000 Euro für die Umsetzung der Pläne. Grafik: SCAPE/Stadt Emden
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Der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff hat die Pläne für die Kunstpromenade in Emden vorgestellt. 600.000 Euro sollen zwischen Chinesentempel und Kunsthalle investiert werden.

Emden - Der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) hat am Sonntag die Pläne für die Kunstpromenade vorgestellt. Er nutzte dafür die große Bühne in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek. Dorthin hatten die Stadt Emden sowie die Kunsthalle zu einem Empfang zu Ehren Eske Nannens eingeladen, die in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feierte.

Geplant ist, mit der Kunstpromenade den Bahnhof mit der Kunsthalle zu verbinden beziehungsweise den Bereich rund um die Kunsthalle aufzuwerten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Im Detail geht es darum, die Wegebeziehungen Bahnhof, Wall, Kunsthalle, Innenstadt und dann weiter bis zum Stephansplatz zu stärken und weiter auszubauen. Die neue Kunstpromenade spielt bei der Aufwertung der Innenstadt nach Angaben der Stadt eine ganz besondere Rolle. Ziel ist es, einen repräsentativen Auftakt zur Kunsthalle entstehen zu lassen. Das Vorhaben wird durch das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün: Grünes Band Emden“ bezuschusst.

Bushaltestelle wird verlegt

Die neue Promenade bildet eine geschwungene Welle, die die fließende Bewegung der jetzigen Grünfläche auf dem Henri-Nannen-Platz (Hahnsche Insel) aufnimmt. Da es sich um eine Maßnahme aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün handelt, soll die neue Kunstpromenade möglichst naturnah gestaltet werden und der Eingriff in die Natur und somit die Versiegelung möglichst gering bleiben, so das Anliegen der Planer. Ebenfalls sollen die Bäume erhalten bleiben.

Der geschwungene Weg wird beidseitig von Pflanzbeten begleitet. Im nördlichen Bereich in Blickachse der Kunsthalle sollen in Zukunft Kunstobjekte unter freiem Himmel präsentiert werden und der neuen Promenade somit ihren Titel geben. Objekte, die dort gezeigt werden sollen, wurden bisher nicht erworben. „Hier setzen Rat und Verwaltung auch auf bürgerschaftliches Engagement und freuen sich auf Vorschläge“, teilt die Stadt mit. Die vorhandene Bushaltestelle wird Richtung Jungfernbrückstraße versetzt, um einen großzügigen Anschluss an die schon vorhandene Grünfläche zu ermöglichen.

Umgestaltung kostet 600.000 Euro

Das Gesamtvolumen für die Umgestaltung beläuft sich auf rund 600.000 Euro. Zwei Drittel der Kosten werden über die Förderung abgedeckt, ein Drittel trägt die Stadt Emden. Die Ausführungsplanung ist beauftragt. Bis Ende des Jahres sind Planungen und Ausschreibungen voraussichtlich beendet, so dass im Frühjahr 2023 mit dem Bau begonnen werden kann. 2023 soll die Maßnahme auch komplett abgeschlossen werden.

„Die Kunsthalle Emden ist einer der herausragenden kulturellen Leuchttürme der ganzen Region. Wir haben Eske Nannen viel zu verdanken. Ich freue mich darüber, dass der Rat der Stadt Emden die Umsetzung der Kunstpromenade im Rahmen des Förderprogramms Grünes Band zugestimmt haben“, wird Kruithoff in der Mitteilung zitiert. Kunst werde damit auch im öffentlichen Raum erlebbar.

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