Nick Köster kommt aus Delmenhort  Ein „Staubsauger“ und „Mentalitätsmonster“ für Kickers

| | 23.06.2022 18:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nick Köster (vorne rechts) ist der kleinste Spieler im Kickers-Kader – aber der mit dem größten Namen. Foto: Doden/Emden
Nick Köster (vorne rechts) ist der kleinste Spieler im Kickers-Kader – aber der mit dem größten Namen. Foto: Doden/Emden
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Ein Ex-Kollege bei Atlas Delmenhorst gratuliert Kicker Emden zum Transfer von Nick Köster. Wir zeigen, wie Emdens namhafter Neuzugang so tickt.

Emden - Atlas Delmenhorst hätte allzu gerne mit seinem Kapitän Nick Köster verlängert. Doch nach fünf Jahren beim mittlerweile etablierten Fußball-Regionalligisten suchte Nick Köster eine neue Herausforderung. Gefunden hat er diese bei Aufsteiger Kickers Emden. Ein Telefonat mit Trainer Stefan Emmerling genügte, um ihn vom „Projekt Kickers“ zu überzeugen. „Mir hat es immer Spaß gemacht, in Emden zu spielen. Es war immer schwierig, ekelig. Die Stimmung war aufgeheizt. Das passt zu mir als Spieler“, sagt Nick Köster.

Der 30-Jährige ist ein defensiver Mittelfeldspieler, der von seinem Fußballerumfeld gerne mal als „Staubsauger“ bezeichnet wird. Weil der praktisch „aufräumt“ auf dem Feld, seiner Mannschaft Ordnung gibt. In Emden trifft er nun mit Matthias Goosmann auf einen Mitspieler, der sich beim BSV mit einer ähnlichen Spielweise bereits hohes Ansehen erspielt hat. Beide wohnen kurioserweise in Oldenburg. Zum ersten Training am Mittwoch sind die beiden auch zusammen gefahren und haben unterwegs noch Mitspieler Heiko Visser in Moormerland eingesammelt.

Qual der Wahl für Emmerling

Es dürfte in der Vorbereitung und in den ersten Pflichtspielen spannend zu beobachten sein, ob Emdens Trainer Stefan Emmerling beide „Staubsauger“ im zentralen Mittelfeld aufbieten wird. Als Option hat er auf dieser Position mit Ibrahim Sillah – sofern er denn seinen Vertrag verlängert – noch mindestens einen komplett anderen Spielertypen. Der Nationalspieler Sierra Leones kommt mehr über seine körperliche Robustheit, strahlt etwas mehr Torgefahr aus, ist aber nicht der nimmermüde Abräumer wie es Köster und Goosmann sind. Unter den derzeitigen Emder Testspielern befindet sich mit Bent Janßen (bisher SSV Jeddeloh) ein weiterer defensiver Mittelfeld-Akteur.

Nick Köster tritt seine Aufgabe bei Kickers mit einem gesunden Selbstvertrauen an. „Ich bin mir sicher, dass ich die Mannschaft mit meiner Erfahrung weiterbringen und ich meinen Platz im Team finden werde“, sagt der Blondschopf. Große Töne spuckt er nicht. Auch Ansprüche auf die Kapitänsbinde, die bei Kickers seit Jahren Verteidiger Bastian Dassel innehat, hegt er nicht. „Die Aufstiegsmannschaft hat das gut gemacht in der vergangenen Saison. Sie wird das Gerüst sein“, sagt Nick Köster.

Köster ist ein „richtiger Anführer“

Er arbeitet in Teilzeit als Wirtschaftsprüfungsassistent bei einem Oldenburger Unternehmen. In wenigen Monaten will er nebenbei ein Fernstudium für seinen Master in Betriebswirtschaftslehre (BWL) beginnen – und ab jetzt eben auch semiprofessionell in Emden Fußball spielen.

Für Kickers ist Nick Köster ein „Glücksgriff“. Jedenfalls sagt das Marek Janssen. Der Ostfriese war zuletzt Teamkollege von Köster bei Atlas Delmenhorst, verlässt den Verein aber ebenfalls (in Richtung Aufsteiger BW Lohne).

„Nick war einer meiner besten Freunde im Team. Er ist ein Mentalitätsmonster, gewinnt jeden Zweikampf und lässt sein Herz fürs Team auf dem Platz. Ein richtiger Anführer“, adelt Marek Janssen. Dass Köster zu Kickers wechselt, wundert ihn nicht: „Er hat schon sehr oft gesagt, dass er da unbedingt mal spielen möchte.“

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