Hamburg Fünf Tipps von Moderatorin Aminata Belli für bessere Aussprache
Aminata Belli ist Moderatorin und nun auch Synchronsprecherin im Pixar-Film „Lightyear“. Deutlich und betont sprechen, das ist ihr Job. Im Interview gibt sie Tipps für Sprachmemos und bessere Artikulation.
In diesem Artikel erfährst Du:
Buzz Lightyear war vielen bisher nur als Spielzeug-Astronaut von Andy aus „Toy Story“ bekannt. Der neue Pixar-Film soll nun die Ursprungsgeschichte hinter der Actionfigur erzählen, eine Art Prequel. Im deutschsprachigen Film spricht Aminta Belli eine Offizierin aus Buzz Lightyears Space Crew. Eigentlich ist die 30-Jährige nicht als Synchronsprecherin, sondern Moderatorin und Reporterin bekannt. Sie engagiert sich vor allem für Toleranz und gegen Rassismus.
Ob in Insta-Storys, im Fernsehen oder in Podcasts: Aminata hat gelernt, gut zu sprechen. Langsam, deutlich und betont. Eigenschaften, die bei öffentlichen Reden, bei Gehaltsverhandlungen und sogar bei der Aufnahme von Sprachmemos wichtig sind.
Im Interview gibt die gebürtige Schleswig-Holsteinerin fünf Tipps, wie das Sprechen besser klappt.
[Umfrage] Wir würden gerne von Euch wissen: Wie findet Ihr eigentlich #neo? Die Umfrage ist ganz, ganz kurz, versprochen! Wenn Ihr mitmacht, helft Ihr uns aber sehr.
Frage: Kannst Du uns mal mitnehmen: Wie läuft das ab, das Synchronsieren?
Antwort: Aminta Belli: Man hat einen Bildschirm vor sich, auf dem man die Szene sieht und dann noch ein Mikrofon und den Text neben sich. Das ist im Studio, hinter einer Scheibe. Daneben ist die Regie, die sieht und hört einen. Dann läuft die Zeit ab und man muss draufsprechen und sich dazu bewegen. Schließlich geht die Stimme mit der Bewegung, das muss gehört werden. Beispielsweise, wenn eine Tür aufgebrochen wird. Wahrscheinlich sieht das für Außenstehende komisch aus.
Frage: Synchronisieren heißt ja auch, jemandem „seine Stimme geben“...
Antwort: Man will die Rolle sprechen lassen – die soll aber nicht klingen, wie man selbst. Schließlich hat die Figur ihre eigene Stimme. Es ist spannend, zu sehen, wie sie sich entwickelt.
Hier kannst Du den Trailer zu „Lightyear“ anschauen:
Frage: Ich war früher beim Logopäden und musste das „s“ und das „f“ üben. Hast Du einen Tipp für klare Aussprache – oder wie man bessere Sprachmemos aufnimmt?
Antwort: Wie man besser spricht? Vielleicht sich selbst einmal hören und darauf achten, was man sagt. Wenn ich mir Interviews anhöre, die ich geführt habe, dann merke ich beispielsweise, dass ich oft ein ganz bestimmtes Wort benutze – das mir währenddessen aber gar nicht auffällt. Wenn man aber wirklich etwas verbessern will, dann ist der Logopäde natürlich besser. Da war ich übrigens auch als Kind. Ich konnte das „k“ nicht aussprechen. Ich habe statt „Gurke“ „Torte“ gesagt.
Frage: Gibt es sonst Tipps? Mundübungen, oder Zungenbrecher, die man vorher aufsagen soll?
Antwort: Klar, Zungenbrecher aufsagen – damit man den Mund daran gewöhnt, zu sprechen. Oder die Lippe so bewegen (macht lustige Geräusche mit dem Mund). Wie nennt man das überhaupt?
Frage: Die Lippe blubbern lassen?
Antwort: Ja, die Lippe blubbern lassen. Das ist immer gut als Vorbereitung. Die Stimme einmal erwärmen. Tee trinken vorher ist auch gut.