Kita-Betreiber gesucht  Sechs neue Kindergartengruppen für Leer müssen her

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 20.06.2022 14:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Nachfrage nach Krippenplätzen in Leer ist höher als nach der Betreuungsquote vorgesehen. Also müssen neue Plätze her. Foto: Jens Büttner/dpa
Die Nachfrage nach Krippenplätzen in Leer ist höher als nach der Betreuungsquote vorgesehen. Also müssen neue Plätze her. Foto: Jens Büttner/dpa
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In der Stadt Leer fehlen akut mindestens 125 Kindergarten- sowie 45 Krippenplätze. Der Landkreis Leer will diese schnell schaffen.

Leer - In seiner neuen Rolle als Aufgabenträger bei der Kinderbetreuung in der Stadt Leer sieht sich der Landkreis mit drängenden Problemen konfrontiert. Wie Dezernentin Ute Buntrock im Jugendhilfeausschuss berichtete, fehlen zum neuen Kindergartenjahr mindestens 125 Kindergarten- und 45 Krippenplätze.

Was und warum

Darum geht es: In der Stadt Leer fehlen akut 127 Kindergartenplätze. Die muss der Landkreis Leer als neuer Träger jetzt beschaffen.

Vor allem interessant für: Eltern in Leer und Umgebung

Deshalb berichten wir: Durch die Übergabe der Kinderbetreuung an den Landkreis Leer gibt es Komplikationen.

Die Autorin erreichen Sie unter: k.lueppen@zgo.de

Deshalb verfolgt der Landkreis nun den Plan, mindestens vier Krippengruppen sowie mindestens sechs Kindergartengruppen zu schaffen. Diese können separat oder in Kombination entstehen. Um dafür Träger zu finden, wird es ein Interessenbekundungsverfahren geben. Bieter dafür können sich bis zum 31. Juli melden.

Ein Kriterium: Übergangslösung

Das Angebot soll sich auf eine sechsstündige Betreuungszeit beziehen. Die Betreiber sollen Elternbeiträge gemäß der bisherigen Satzung der Stadt Leer berücksichtigen. Freie Träger erhalten eine Festbetragsförderung, kirchliche Träger ein Defizitausgleich vom Landkreis.

Um die Angebote zu bewerten, sind als Kriterien zum Beispiel der Zuschussbedarf bei den Betriebskosten sowie der Zeitraum bis zur Aufnahme des Betriebs und die Bereitschaft zur Schaffung einer Übergangslösung bis zur Betriebsaufnahme vorgesehen.

Es geht um langfristigen Ausbau

„Wir versuchen alles, was möglich ist“, versicherte Buntrock. Sie betonte, dass die zusätzlichen Plätze zwar zügig geschaffen werden sollen, dass es aber um einen langfristigen Ausbau des Kita-Angebots in Leer gehe. Der Jugendhilfeausschuss hat das Verfahren einstimmig beschlossen.

Nach der aktuellen Fortschreibung des Kindertagesstättenbedarfsplans soll die Ausbauquote bei den Krippenplätze von 30 auf 35 Prozent angehoben werden. Danach würden laut Buntrock 45 Plätze fehlen. Allerdings übersteige die aktuelle Nachfrage diesen Wert noch, so dass akut 66 Krippenplätze fehlen.

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