Hamburg  Airbus-Manager verrät: So viele Aufträge für neuen A321XLR haben wir

Wolfgang Stephan
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Von Wolfgang Stephan
| 15.06.2022 18:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Airbus-Manager Michael Menking am Mittwochmittag vor dem Start der ersten Maschine des Typs A321XLR in Finkenwerder an der Startbahn. Foto: Wolfgang Stephan
Airbus-Manager Michael Menking am Mittwochmittag vor dem Start der ersten Maschine des Typs A321XLR in Finkenwerder an der Startbahn. Foto: Wolfgang Stephan
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Airbus schickt seinen neuen Langstreckenjets A321XLR in die Luft. Unten am Boden hat Airbus-Manager Michael Menking verraten, welche Hoffnungen sein Konzern in den Flieger setzt und wie viele Bestellungen schon vorliegen.

Der Testflug über Hamburg ist geglückt: Airbus kleinster Langstreckenjets A321XLR soll Konkurrent Boeing künftig Kunden abjagen. Am Rande der Startbahn in Finkenweder hat unsere Redaktion mit Michael Menking gesprochen.

Er verantwortet seit Juli 2019 als Programmchef die A320-Flieger des Konzerns - der erfolgreichste Geschäftsbereich von Airbus. Der neue „Kleine“ mit Platz für bis zu 220 Passagiere fällt in Menkings Verantwortungsbereich.

Frage: Was bedeutet ein Erstflug für Sie als Programmchef und die Belegschaft, die sich in großer Zahl auf dem Deich versammelt hat, um den Erstflug zu sehen? Sind Sie ein wenig aufgeregt?

Antwort: Wenn ich heute nicht aufgeregt wäre, würde ich etwas falsch machen. Natürlich ist das für uns alle hier ein besonderer Moment. Der erste Flug ist immer ein wichtiger Meilenstein. Wir haben 2018 mit der Entwicklung angefangen, die heute einen vorläufigen Höhepunkt hat. Alleine 1500 Beschäftigte waren und sind an dieser Entwicklung beteiligt, aber auch alle anderen Beschäftigten an allen Standorten in ganz Europa und unsere Zulieferer fieberten diesem Erstflug mit großer Spannung entgegen. Unser Fieber war hoch.

Frage: Welche Bedeutung wird der A321XLR für Airbus haben?

Antwort: Letztlich wird das die Zukunft zeigen. Aber die Aussichten sind gut, wir haben schließlich über 500 Flieger in der Orderbox, obwohl das Flugzeug bis zum heutigen Erstflug noch nicht in der Luft war. Wir sehen schon eine große Marktchance und wollen mit der XLR auch neue Märkte erschließen. Insgesamt wird der Flugverkehr weiter zunehmen, es gibt in Zukunft einen großen Bedarf an neuen Flugzeugen und ich gehe davon aus, dass wir aufgrund der Flexibilität der XLR auch diesen Bedarf mit decken können.

Frage: Es gibt seit Wochen Spekulationen um die Zulassung, die Auslieferung wurde um ein paar Monate auf Anfang 2024 verschoben. Rechnen Sie mit einer weiteren Verzögerung?

Antwort: Wir sehen das derzeit nicht. Wir sind im konstruktiven Austausch mit den Zulassungsbehörden, das ist ein normaler Dialog, ich rechne nicht mit weitern Verzögerungen. Wir sehen keine Gefährdung, dass wir Anfang 2024 die ersten Flieger ausliefern können.

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