Kahlschlag oder nicht?  Schicksal der Bäume am Larrelter Radweg wird vor Ort diskutiert

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 14.06.2022 07:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Entlang des Radwegs sind durch die Februarstürme mehrere Pappeln umgestürzt. Foto: F. Doden/Archiv
Entlang des Radwegs sind durch die Februarstürme mehrere Pappeln umgestürzt. Foto: F. Doden/Archiv
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Zu einer Ortsbegehung eines kleinen Wäldchens in Larrelt hat die Stadt Emden eingeladen. 43 Pappeln droht die Kettensäge. Doch es rührt sich Widerstand.

Emden - Die Emder Stadtverwaltung lädt in den Wald. An diesem Dienstagabend kommen Stadtmitarbeiter, Presse und Politikvertreter im Schutz von Pappeln zusammen. Diese stehen am Radweg entlang des „Frisiaschloots“ zwischen der Niedersachsenstraße und dem IV. Polderweg im Stadtteil Larrelt. Ihnen droht die Kettensäge.

Die drei aufeinanderfolgenden heftigen Sturmtiefs Ylenia, Zeynep und Antonia in der zweiten Februar-Hälfte hatten in dem Wäldchen einige Verwüstung angerichtet. Zehn Bäume stürzten um, andere wurden beschädigt und drohen, später im Sommer zu brechen. Der städtische Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEE) schlägt deswegen vor, die insgesamt 43 Pappeln, die den Sturm ganz oder teilweise überstanden hatten, im Oktober fällen zu lassen.

BEE: Neue Bäume sollen her

Obwohl der Vorschlag im BEE-Ausschuss zunächst von der Politik einstimmig durchgewunken wurde, regte sich kurz darauf Widerstand. Der Verwaltungsausschuss des Emder Rates kippte die Entscheidung. Das führte dazu, dass das Gremium den Vorschlag des BEE zur Beratung zurück an die Fraktionen und Gruppen verwies. Die Ortsbegehung soll eine Entscheidungshilfe sein. Die Stadt will informieren.

Insbesondere hatte sich der Widerstand geregt, weil auch 24 gesunde und intakte Bäume gefällt werden sollen. Laut BEE müssen diese verschwinden, weil sich durch den Wegfall der anderen die Windlast verändert habe und die Bäume zur Gefahr für Spaziergänger und Radfahrer werden könnten. Geplant ist laut BEE, den Weg zu sanieren und zu asphaltieren. Im Frühjahr des kommenden Jahres sollen außerdem 53 Winterlinden als Ersatz für die Pappeln gepflanzt werden.

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