Abstiegskampf in der Landesliga  Westrhauderfehn hofft im Auswärtsspiel noch auf ein Wunder

Marco Reemts und Maren Stritzke
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Von Marco Reemts und Maren Stritzke
| 10.06.2022 14:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
TuRa Westrhauderfehn (vorne, rotes Trikot: Frank Waden) verlor das Hinspiel gegen Bad Rothenfelde mit 0:2. Bei diesem Ergebnis am Sonntag wäre TuRa abgestiegen. Foto: Damm
TuRa Westrhauderfehn (vorne, rotes Trikot: Frank Waden) verlor das Hinspiel gegen Bad Rothenfelde mit 0:2. Bei diesem Ergebnis am Sonntag wäre TuRa abgestiegen. Foto: Damm
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Für den Klassenerhalt braucht TuRa 07 in Bad Rothenfelde nicht nur einen Sieg, sondern ist auch auf Schützenhilfe angewiesen. Germania Leer fährt zum Saisonabschluss nach Oythe.

Ostfriesland - Bleibt TuRa 07 Westrhauderfehn in der Fußball-Landesliga oder muss die Mannschaft von Trainer Erhan Colak den Gang in die Bezirksliga antreten? Die Entscheidung fällt an diesem Sonntag, dem letzten Spieltag der Abstiegsrunde. Im Auswärtsspiel beim SV Bad Rothenfelde haben die Fehntjer allerdings nur noch eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt. Für diesen benötigen sie nicht nur einen Sieg, sondern sind auch auf Schützenhilfe angewiesen. Parallel um 15 Uhr spielt der VfL Germania Leer zum Abschluss beim VfL Oythe. Die Partie ist sportlich unbedeutend, weil der Abstieg der Leeraner bereits besiegelt ist.

Für Grün-Weiß Firrel ist die Landesliga-Saison hingegen schon zu Ende. Wegen großer Personalprobleme hatte Firrels Vereinsvorsitzender Johannes Poppen das letzte Spiel in Voxtrup schon im Vorfeld absagen müssen. Dass die Partie für den VfR Voxtrup mit drei Punkten und 5:0 Toren gewertet wird, hat keine großen Auswirkungen auf den Saisonausgang: Firrel und Voxtrup haben den Klassenerhalt längst sicher.

„Wir wollen das Unmögliche möglich machen“

Gegen den Tabellenzweiten VfR Voxtrup kassierte TuRa 07 Westrhauderfehn am vergangenen Freitag eine 0:3-Niederlage und rutschte dadurch auf den drittletzten Platz ab. Der Rückstand auf den SV Falke Steinfeld, der den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, beträgt aktuell zwei Punkte und acht Tore. Für den Klassenerhalt brauchen die Fehntjer unbedingt einen Sieg und müssen auf eine Niederlage der Steinfelder gegen den Vorletzten SV Sparta Werlte hoffen. Drei Punkte in Bad Rothenfelde einzufahren, werde „eine riesige Herausforderung sein“, sagt Colak. „Das ist ein sehr gut organisierter Gegner, der eigentlich nicht in die Abstiegsrunde gehört“, so der TuRa-Trainer. Doch auch wenn die Vorzeichen nicht gut stehen, glauben die TuRaner noch an ein kleines Fußball-Wunder. „Wir wollen das Unmögliche möglich machen und werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren.“ Personell hat TuRa allerdings mit einigen Ausfällen zu kämpfen.

Germania will bald Neuzugänge und neuen Trainer bekanntgeben

Davon kann der VfL Germania Leer nach wie vor ein Lied singen. Die Leeraner werden ebenfalls personell geschwächt nach Oythe fahren. Wie viele Ausfälle es letztlich sind und ob Unterstützung aus der A-Jugend angefordert werden muss, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining an diesem Freitag. Die Germanen wollen am Sonntag aber noch einmal alles geben und sich bestmöglich verabschieden. „Am liebsten natürlich mit drei Punkten“, sagte Interimstrainer Frank Bajen.

Tipps

Bad Rothenfelde – Westrhauderfehn 2:0. Ganz klar: Viele ostfriesische Fußballfans wünschen sich einen Klassenverleib der TuRaner. Die Ausgangslage spricht aber nicht für die Fehntjer, die auf ein Wunder hoffen – und das ist bekanntlich selten.

VfL Oythe – Germania Leer 1:0. Nach drei Niederlagen in Folge und großer Personalnot ist ein Aufbäumen im letzten Spiel eher unwahrscheinlich, zumal Oythe im Aufwind ist und in den letzten drei Partien ungeschlagen blieb.

Der VfL Oythe rangiert mit 25 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz. Im Hinspiel siegte Oythe mit 1:0 beim VfL Germania. Die letzten drei Partien blieb Oythe ungeschlagen.

Weil am Sonntag viele Spieler fehlen werden, wird Germania Leer den Saisonabschluss erst im Nachgang feiern. Die Mannschaft plant noch ein großes, gemeinsames Treffen, auf dem sich dann auch die rund 20 Abgänge verabschieden wollen. In der nächsten Woche wird Germania Leer laut Bajen auch erste Zugänge und einen Trainernamen präsentieren.

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