Osnabrück Warum das Haus im Grünen für viele weiter ein Traum bleibt
Die Zeit der niedrigen Kreditzinsen ist vorbei - aber auch der hohen Immobilienpreise? Warum ein Preissturz nicht zu erwarten ist und auch andere Faktoren den Hauskauf teuer werden lassen können.
Die Bundesbank warnt seit Langem vor einer Überbewertung am Immobilienmarkt. Nun mehren sich die Anzeichen, dass es mit dem starken Preisanstieg der vergangenen Jahre vorbei sein könnte. Für potenzielle Käufer sind das aber nur bedingt gute Nachrichten. Denn mit einem plötzlichen Preissturz sollte niemand rechnen.
Stattdessen nehmen die Belastungen für potenzielle Käufer und Häuslebauer zu: Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebremst, das Angebot dagegen limitiert. Von ihrem Ziel, 400.000 Wohnungen pro Jahr zu bauen, ist die Bundesregierung weit entfernt. Viele Altbauten stehen vor einer teuren und aufwendigen energetischen Sanierung. Und für Neubauten explodieren die Kosten für Rohstoffe. Hinzu kommen die steigenden Bauzinsen.
Wie stark die Bauzinsen steigen, zeigt diese Statista-Grafik:
Die derzeit hohe Inflation lässt die Kaufkraft weiter schrumpfen. All das muss einkalkuliert werden, wenn die eigene Immobilie das Ziel ist.
Da bringt es nichts, wenn die Preise künftig weniger dynamisch steigen oder stagnieren. Denn an einem haben die historisch niedrigen Zinsen in den vergangenen Jahren nichts geändert: Die Einkommen sind deutlich langsamer gestiegen als die Immobilienpreise. Und das macht angesichts der allseits steigenden Kosten den Traum vom Eigenheim für viele unbezahlbar.