Cupertino  iOS 16 und Co.: Diese Neuheiten will Apple am Abend zeigen

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 03.06.2022 16:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
WWDC 2022: Apple-Chef Tim Cook und seine Kollegen werden bei einer Keynote über neue Software und Geräte sprechen. Foto: Apple
WWDC 2022: Apple-Chef Tim Cook und seine Kollegen werden bei einer Keynote über neue Software und Geräte sprechen. Foto: Apple
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Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2022 startet an diesem Montag mit der Präsentation neuer Versionen von iOS und macOS. Gibt es auch einen ersten Blick auf das nächste große Ding nach dem iPhone? Ein Überblick.

Bei Apples Worldwide Developers Conference (WWDC) 2022 geht es traditionell um Software. Auch in diesem Jahr stehen Vorschauen auf die kommenden Versionen der Betriebssysteme für iPhone, iPad, Apple Watch, Apple TV und die Mac-Computer an. Die Endversionen erscheinen allesamt im Herbst. Doch unter Analysten und Branchenkennern werden auch einige neue Geräte gehandelt. In diesem Jahr stehen auf der WWDC-Agenda:

Das iPhone-Betriebssystem iOS 16 soll laut dem US-Journalisten und Apple-Kenner Mark Gurman unter anderem einen überarbeiteten Sperrbildschirm haben. Dort sollen Nutzer Hintergründe festlegen können, die Informationen anzeigen und Schnellzugriffe auf Apps bieten. Diese Funktion kennen Anwender bisher von den sogenannten „Widgets“.

Mit einem neuen „Immer an“-Modus soll der Sperrbildschirm jederzeit Informationen wie Uhrzeit oder Benachrichtigungen anzeigt. Diese Funktion könnte jedoch exklusiv für iPhone-Pro-Modelle sein.

Laut Gurman soll außerdem die „Nachrichten“-App neue Funktionen für Audionachrichten bekommen. Beim Empfang von Push-Nachrichten werde es „deutliche“ Veränderungen geben, so der gut vernetzte Experte.

Nutzer sollen in der „Health“-App Medikamente hinterlegen und Erinnerungen zur Einnahme erstellen können. Außerdem soll das iPhone erkennen, wenn Nutzer einen Autounfall hatten und automatisch einen Notruf absetzen können. Eine vergleichbare Funktion bietet die Computeruhr Apple Watch bereits, wenn sie einen Sturz des Nutzers registriert und dieser danach nicht mehr reagiert.

Mit iPadOS 16 sollen sich die Tablet-Computer bei Bedienung und Nutzbarkeit weiter den Mac-Computern annähern. Branchenkenner erwarten, dass Apple das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Apps erleichtert und Nutzer die Fenstergröße einzelnen Apps anpassen können. Diese Änderungen sollen produktives Arbeiten erleichtern und das iPad weiter in Richtung Laptop-Ersatz schieben.

Mit dem neuen Betriebssystem soll der Akku der Computeruhr Apple Watch mit einer Ladung länger durchhalten als bisher. Dafür hat Apple laut Gurman einen neuen Stromsparmodus entwickelt. Bei den Gesundheitsfunktionen soll die Uhr mehr Sportarten für die Trainingsaufzeichnung unterstützen und Vorhofflimmern besser erkennen, so der Bloomberg-Journalist. Der renommierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass watchOS 9 nur auf der Apple Watch 4 und neueren Modellen laufen wird.

Das iPad soll mehr wie der Mac werden – doch bei den Systemeinstellungen auf den Mac-Computern werden Nutzer sich in macOS 13 wohl sehr an iPhone und iPad erinnert fühlen. Verschiedene Apple-Blogger berichten, dass Nutzer bald Einstellungen pro Programm vornehmen können, so wie es in den mobilen Betriebssystem seit Jahren der Fall ist. Außerdem solle Apple zahlreiche seiner eigenen Programme überarbeiten und die „Nachrichten“-App dichter an die iOS-Version bringen.

Über das Betriebssystem für den Medienzuspieler Apple TV ist wenig bekannt. Laut mehreren Apple-Bloggern steht vor allem eine verbesserte Einbindung von Smart-Home-Geräten im Fokus.

Sollte Apple auch neue Geräte zeigen, gelten zwei Mac-Computer als Kandidaten: der rundum überarbeitete Massenmarkt-Laptop MacBook Air und der leistungsstarke Desktop-PC Mac Pro; letzterer ist der einzige Computer, der noch nicht von Intel- auf Apple-Prozessoren umgestellt worden ist. Das MacBook Air wird es laut Gerüchte-Blogger John Prosser in mehreren bunten Farben geben, die Nutzer bereits vom 24 Zoll iMac kennen.

Unklar ist, ob Apple auch einen ersten Blick auf die seit Jahren gehandelte VR-Brille gibt. Mit einem Marktstart wird frühestens Ende des Jahres, eher 2023 gerechnet. Das Gerät soll laut Gurman bereits dem Apple-Aufsichtsrat präsentiert worden sein und wird als größte Neuheit seit dem iPhone gehandelt. Die Firma soll laut US-Medienberichten vor Kurzem die Namensrechte für den Begriff „realityOS“ angemeldet haben; dabei soll es sich um das VR-Betriebssystem handeln. Apple-Chef Tim Cook hatte virtuelle und erweitere Realität in der Vergangenheit mehrfach als interessantes Feld bezeichnet.

Apple übertragt Keynote zur WWDC 2022 am Montag ab 19 Uhr deutscher Zeit live im Stream:

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